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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! – Wie wir im Geschäftsalltag die Erholung in Körper und Seele beibehalten

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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub! – Wie wir im Geschäftsalltag die Erholung in Körper und Seele beibehalten 😊

September markiert den Beginn des Herbstes. Der Sommer neigt sich langsam aber sicher, genauso wie die Urlaubszeit dem Ende zu. Es geht wieder los mit der Arbeit und das mit viel Energie, die wir im Urlaub gesammelt haben. Grundsätzlich ist dies eine positive Haltung.

Ich höre immer wieder, dass Menschen nach einem erholsamen Urlaub entspannt sind (was sehr gut ist😊) und dadurch allerdings noch nicht bereit sind, über eigene Regeneration im Geschäftsalltag nachzudenken und ihr Beachtung zu schenken. Sie sind so entspannt, dass die meisten noch nicht an Entspannung oder Stressreduktion im Alltag denken.

Dennoch bekomme ich auch mit, wie schnell das Urlaubsfeeling verflogen ist. Bereits nach ein paar Tagen beschweren sich viele Menschen, dass die Urlaubserholung vorbei ist und der Stress sie eingeholt hat. Spätestens dann sehnen sich viele von uns wieder nach einem … Urlaub. Genau.

Da wir in unserer Gesellschaft eine (meistens auf ca. 30 Tage) beschränkte Urlaubszeit haben, stellt sich hier die Frage, wie gesund es ist, sich erst im Urlaub vom Stress des Geschäftsalltags zu erholen. Natürlich unternehmen viele Menschen im Alltag etwas gegen Stress und versuchen sich zu regenerieren. Gleichzeitig merken wir aber, wie schwierig es im Alltag ist, diese tiefe Entspannung und Erholung, die wir aus einem Urlaub kennen, wieder zu erreichen.

Vielleicht ist es gar nicht nötig und sogar nicht sinnvoll, sich jeden Tag wie im Urlaub zu fühlen. Es würde uns wahrscheinlich die Spannung bei der Arbeit und sonst im Alltag fehlen. Allerdings könnten wir überlegen, wie wir die Urlaubsentspannung ein wenig länger beibehalten und im Geschäftsalltag pflegen. Die Zeit direkt nach dem Urlaub ist die beste Zeit, damit zu beginnen. Es ist wie Training nach einem Trainingslager. Dieses fällt leichter, weil wir eben „trainiert“ sind 😊.

Was können wir tun, um die Urlaubsentspannung auch nach dem Urlaub zu pflegen und aufrechtzuerhalten, um eigenen Stress zu reduzieren und Ressourcen aufzubauen?

Hier ein paar Tipps:

  1. Sie können sich beispielsweise täglich drei bis vier kleine Mini-Pausen im Berufsalltag, etwa nach einer anstrengenden Aufgabe gönnen 😊. In diesen Mini-Pausen können Sie sich kurz bewegen, Kaffee, Tee oder Wasser holen und trinken, oder einfach eine Treppe rauf und runtergehen, beziehungsweise einige aktive Entspannungsübungen machen, wie Strecken oder Dehnen, Beine und Arme, Kopf und Nacken bewegen.
  2. Vor Arbeitsbeginn könnten Sie jeden Tag einen kleinen Spaziergang von etwa 10 Minuten einplanen.Hundebesitzer sind hier eindeutig im Vorteil😊, aber auch ohne Hund können Sie ein paar Schritte draußen machen. Sie schnappen dabei frische Luft, werden wach, kommen vielleicht sogar auf schöne Gedanken, wenn Sie prächtige Blumen, majestätische Bäume oder einen eleganten Vogel am Himmel sehen.
  3. Falls Sie den ganzen Tag vor dem Computer, im Auto oder beim Kunden verbracht haben, wäre es nach Feierabend gesund, wenn Sie wieder in Schwung kommen😊. Ich zitiere immer wieder gerne folgenden Satz: „Sitzen ist das neue Rauchen“. Daher sind Gehen, Laufen und grundsätzlich jede Bewegung gesünder als Sitzen. Über das Maß an körperlicher Aktivität entscheiden Sie selbst. Falls Sie sich nicht gerne bewegen, was ja auch vorkommt 😊, wäre es hilfreich und empfehlenswert, sich kleine Ziele zu setzen. Entweder nehmen Sie sich vor 30 Minuten spazieren zu gehen oder Sie schalten den Schrittzähler ein und gehen rund 8.000 Schritte. Und zwar am besten eine bestimmte Runde, die Ihnen Spaß macht.
  4. Um sich nach einem anstrengenden Tag zu entspannen, ist es ebenfalls empfehlenswert sich über Ärgernisse des Tages mit einem vertrauten Menschen auszutauschen und sich dadurch den Ärger buchstäblich von der Seele zu reden (ganz nach dem Motto: „Von der Zunge, von der Seele“). Dann aber sollte Schluss mit dem Grübeln sein. Treffen Sie eine klare Entscheidung, nicht mehr darüber nachzudenken. Zumindest nicht mehr am Feierabend. Morgen ist ein neuer Arbeitstag, und dann können Sie die Dinge regeln, vorantreiben oder abschließen. Falls Sie niemanden damit belasten möchten, können Sie die Sachen aufschreiben und dann den Zettel demonstrativ und symbolhaft zerreißen. Dann ist es emotional erledigt und vorbei. Falls es etwas zu regeln ist, schreiben Sie sich es auf, um es nicht zu vergessen und dann widmen Sie sich ab sofort anderen angenehmen Themen. Wichtig ist, dass Sie nicht mehr darüber nachdenken, sondern Ihren Feierabend genießen 😊.
  5. Kurz vor dem Schlafengehen, aber auch tagsüber können Sie kleine passive Mini-Übungen durchführen, wie bspw. „Meine Minute.“ Durch diese kurzen Auszeiten, beruhigen und stabilisieren Sie Ihre vegetativen Funktionen wie Atmung, Herz, Stoffwechsel, Muskelspannung und Hormonhaushalt. Ihr Stress wird abgebaut und Sie bekommen neue Energie und innere Balance. Es ist wie „Mini- Nixen“ (also „nichts-tun“, wie unsere niederländischen Nachbarn es sagen). Diese Übung finden Sie unten im Text.
  6. Pflegen Sie auch im Alltag Ihr Hobby: Auch das trägt zu Ihrer Entspannung sehr effektiv bei und baut Ihre emotionalen Ressourcen auf😊.
  7. Sie dürfen sich ebenfalls für mehr Sport im Leben entscheiden: Auch E-Bike Fahren ist definitiv sportlicher als das Sitzen auf dem Sofa vor dem Fernseher😊. Besonders das Wochenende bietet viel Zeit, um mit oder ohne Kinder viele schöne und sportliche Aktivitäten umzusetzen.
  8. Und „last but not least“, um die Urlaubsentspannung im Geschäftsalltag aufrechtzuerhalten, gibt es eine wunderbare mentale Übung, die Ihnen gut helfen kann, dieses Urlaubsfeeling immer wieder abzurufen. Der Name der Übung ist schon Programm: „Mini-Urlaub“.

Wie geht die „Mini-Urlaub“ Übung? – ganz einfach😊

Sie setzen sich auf die Vorderkante Ihres Stuhls, strecken Ihre Arme in die Höhe und die Beine aus, lehnen Sie sich zurück und machen sich seeehr lang. Sie können sich strecken und ein bisschen räkeln, dann können Sie die Augen schließen und träumen vom letzten Urlaub. Erinnern Sie sich an die wunderbaren Orte, Düfte, an den Wind in Ihren Haaren, die Sonnenstrahlen, das Lachen und an die Augenblicke, die Sie entspannt und glücklich gemacht haben. Wenn Sie sich räkeln und strecken und an Ihren Urlaub denken, passiert etwas ganz Großartiges. Ihre Rückenmuskulatur längs der Wirbelsäule wird gut durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Sie fühlen sich viel frischer und leistungsfähiger. Diese wunderbaren Erinnerungen werden Sie entspannen und mit neuer Energie versorgen😊.

Wie geht die „Meine Minute“ Übung? – ganz einfach😊

Achten Sie darauf, dass Sie bequem und aufrecht sitzen. Die Füße stehen fest und sicher auf dem Boden, der Rücken ist angelehnt, die Hände ruhen locker auf den Oberschenkeln. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen, auf Ihren Körper. Schließen Sie Ihre Augen und nehmen Sie Ihren Körper von innen heraus wahr. Die Hände, den Rücken, die Füße. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nun bitte auf Ihren Atem…beobachten Sie das Ein- und Ausströmen Ihres Atems…, wie sich Ihre Bauchdecke beim Einatmen hebt und beim Ausatmen wieder senkt. Und dann beginnen Sie Ihre Atemzüge zu zählen.  Sie zählen bis 16 was ungefähr einer Minute entspricht.  Wenn die Gedanken kommen, dann lassen Sie sie vorüberziehen wie Wolken am Himmel, die kommen und gehen und kehren Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit immer wieder zu Ihrem Atem zurück. Nach Ihrem sechszehnten Atemzug sagen Sie sich bitte, dass Sie die Übung gleich beenden werden. Ballen Sie Ihre Hände zu Fäusten, strecken und räkeln Sie sich, atmen Sie ein paar Mal kräftig durch…und öffnen Sie dann die Augen.

Wenn Sie den Beitrag bis hier gelesen haben, dann haben Sie acht Strategie-Säulen in der Hand, die Sie gesund und entspannt durch den Geschäftsalltag bringen können, um das Urlaubsfeeling aufrechtzuerhalten und mit viel Energie die täglichen Herausforderungen zu meistern.

Das wünsche ich Ihnen von Herzen.

Bleiben Sie gesund und stets neugierig im Leben. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass Sie auch nach dem Urlaub im Geschäftsalltag einen erholten Körper und eine ausgeglichene Seele beibehalten😊.

Ludwika

Über das wirklich Wichtige in unserem Leben – Eine Sommer-Reflexion.

Über das wirklich Wichtige in unserem Leben – Eine Sommer-Reflexion. 1600 1067 concepttomorrow

Über das wirklich Wichtige in unserem Leben – Eine Sommer-Reflexion.

Was ist Ihnen am wichtigsten im Leben?

Wenn ich diese Frage im Coaching stelle, bekomme ich sehr viele unterschiedliche Antworten. Viele Menschen sagen sehr schnell, dass die Kinder und/ oder die Partnerin/der Partner das Wichtigste im Leben sind. Dann wird sehr häufig Gesundheit genannt und auch Familie und Freunde. Erst danach kommen andere Themen zur Sprache. Die Liste wird nicht nur länger, sondern auch „bunter“, weil vielen Menschen unterschiedliche Dinge wichtig sind. Es werden Themen wie Zuverlässigkeit, Verantwortung, Ehrlichkeit, eigene Entwicklung, Unabhängigkeit, Karriere aufgezählt. Wenn Sie sich diese Frage stellen, was kommt bei Ihnen an der ersten Stelle? Und was an der zweiten und dritten? Interessanterweise werden bei den Aufzählungen kaum solche Dinge genannt, wie „mein Auto, mein Haus, mein Swimmingpool, etc.“. Es scheint so, dass die materiellen Dinge keine große Rolle im Leben spielen, auch wenn jeder von uns dennoch viele Menschen kennt, deren Verhalten etwas anderes vermuten lässt (zumindest auf den ersten Blick 😊).

Welche sind Ihre wichtigsten Dinge im Leben?

In Coachings und in Seminaren, die sich mit den Themen „Leben in Balance“ oder „Stressbewältigung“ befassen, stelle ich immer wieder fest, dass jene Themen, die Menschen zuerst benennen, wie beispielsweise Familie, Gesundheit und Freundschaft, gerade solche Themen sind, die zwar extrem wichtig sind, aber manchmal weniger Zeit und Aufmerksamkeit bekommen im Vergleich zu der „Wichtigkeit“ bzw. „Wertigkeit“, die Menschen diesen Themen beimessen. Weswegen komme ich zu dieser Schlussfolgerung? Nun, nachdem Menschen diese erste Frage beantwortet haben, bitte ich sie, aus der entstandene Liste die drei für sie wichtigsten Werte auszuwählen und stelle dann die Frage:

Was tun Sie konkret – und zwar täglich – für Ihre drei wichtigsten Werte?

Diese Frage dürfen Sie sich auch jetzt stellen. Was machen Sie wirklich tagtäglich, um Ihre wichtigsten Werte zu stärken?

Genau an diesem Punkt fangen die Menschen an, mehr nachzudenken. Familie, Freunde und Gesundheit sind bei solchen Befragungen häufig die „Renner“ und stehen ganz oben auf den persönlichen Wertelisten.  Gleichzeitig sagen mir viele Coachees bzw. Seminarteilnehmende, dass sie zwar etwas dafür tun, aber nicht unbedingt täglich. Und wenn täglich, dann eher am Rande eines Arbeitsalltags. Und manchmal bleibt für Familie, Freunde oder eigene Gesundheit doch zu wenig Zeit, weil der Tag „nur“ 24 Stunden hat.

In einer Rehabilitationsklinik, wo Menschen nach dem sogenannten Burn-Out behandelt werden, stellt man den Patienten immer wieder die gleichen Fragen: „Was haben Sie im Leben zu viel gemacht?“. Hier kommen schnell die Rückmeldungen, wie „zu viel Arbeit und Zeit und Nerven mit unwichtigen Dingen verbracht“. Die zweite Frage: „Wofür haben Sie im Leben zu wenig Zeit bis jetzt gehabt?“  beantworten die Patienten mit „Familie, Freunde und Gesundheit“. Es wird dann den Menschen in der Rehaklinik bewusst, dass viele andere Themen, wie beispielsweise Arbeit und Karriere doch irgendwie wichtiger waren. Zumindest, wenn man dies nach dem eigenen Verhalten urteilen würden. Meistens war dies auch leider der Grund, weswegen sie den Burn-Out erlitten haben. Auch ich erlebe in diesen Wochen die Auswirkung solcher, meiner Meinung nach unbewussten, Haltung und den schwersten Schicksalsschlag meines Lebens. Mein Mann hat vor kurzem einen schweren Schlaganfall erlitten und kämpft aktuell in einer Rehaklinik um seine Gesundheit. Er hat seit vielen Jahren hart gearbeitet. Er hatte im Leben immer Zeit (und dafür bin ich sehr dankbar), um mit mir und den Kindern wunderschöne und unvergessliche Urlaube zu genießen. Dennoch war seine Zeit zwischen den Urlauben mit viel Arbeit gefüllt und er hatte wenig Zeit für die eigene Gesundheit, Vorsorge und Entspannung im täglichen Leben (Dinge, die ihm immer doch sehr wichtig waren), wie er es im Nachhinein sieht.

Mein zukünftiges Verhalten, um die wichtigsten Werte zu stärken.

Meine sehr persönliche Geschichte soll Sie bitte auf keinen Fall belasten.  Mein Mann befindet sich auf dem wunderbaren Weg der Besserung, auch wenn dies noch Wochen und vielleicht Monate dauern kann. Wir hoffen auf das Beste, sind zuversichtlich und optimistisch. Dennoch könnten solche Geschichten jeden zum Nachdenken bringen, was ich mir sehr wünsche.

Ich treffe in Coachings immer wieder Menschen, die sehr viel und hart arbeiten. Dem ist grundsätzlich nichts entgegenzusetzen. Vielleicht sind Arbeit, berufliche Entwicklung, Unabhängigkeit, Einflussnahme Ihre wichtigsten Werte. Dann handeln Sie auch nach Ihren Werten und Sie fühlen sich erfüllt und glücklich. Darüber hinaus haben Sie dann (hoffentlich) ausreichend Geld und Zeit, um Ihren anderen Zielen und Träumen nachzugehen.

Wie Sie merken, ist es nicht unbedingt viel harte Arbeit & Co, was einen Menschen krankmachen kann. Vielmehr ist es die mangelnde Balance im Leben zwischen den wichtigsten Werten. Oft genug fehlt es an mangelndem Bewusstsein, dass man im Alltag doch zu wenig Stärkendes für eigene Werte unternimmt.

Dem könnten Sie in diesem Sommer vorbeugen, meine ich😊. Wie?

Nehmen Sie sich bitte die Zeit in den Sommertagen und reflektieren Sie Ihre wichtigsten Werte im Leben.

Vielleicht konnte ich Sie bis dahin überzeugen, wie wichtig es ist, sich die wichtigsten Werte im Leben bewusst zu machen und danach tagtäglich (und nicht nur im Urlaub oder am Wochenende) zu handeln. Falls ja, möchte ich Ihnen eine kleine Unterstützung für Ihre Sommer-Reflexion zur Verfügung stellen: meine Fragen.

Drei Fragen für Ihre Sommer-Reflexion😊:

Sie können sich folgende Fragen stellen und diese Schritt für Schritt beantworten:

  1. Was ist mir am wichtigsten im Leben?
  2. Welche sind drei wichtigste Werte in meinem Leben aus der ersten Liste?
  3. Was tue ich/ möchte ich tagtäglich tun, um diese Werte zu stärken.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei Ihren Sommer-Reflexionen. Falls Sie dann  Lust und Zeit haben, mir später eine Rückmeldung zu schicken (an info@fichte-coaching.de) , würde ich mich sehr darüber freuen.

Bleiben Sie gesund, stets neugierig im Leben, genießen Sie Ihre Sommertage und stärken Sie tagtäglich Ihre wichtigsten Werte. 😊

Ludwika

Mein Ostergeschenk – eine Geschichte über die sieben Weltwunder und etwas andere Wünsche als üblich

Mein Ostergeschenk – eine Geschichte über die sieben Weltwunder und etwas andere Wünsche als üblich 1920 1080 concepttomorrow

Mein Ostergeschenk – eine Geschichte über die sieben Weltwunder und etwas andere Wünsche als üblich

Die Osterzeit ist, ähnlich wie Weihnachten, die Zeit der guten Wünsche. Man wünscht sich Fröhlichkeit, Freude, Zufriedenheit, Gesundheit, Glück und natürlich viele bunte Ostereier und nette Geschenke vom Osterhasen.

Doch wie ist es in diesem Jahr? Angesichts der Brutalität des Krieges in der Ukraine und des Leides der Menschen, das uns täglich in bedrückenden und teils schockierenden Bilder erreicht, mag es dem Einen oder Anderen schwerfallen, einfach Fröhlichkeit und Freude zu wünschen.

Das kann ich sehr gut nachempfinden und möchte Ihnen daher zum anstehenden Osterfest etwas anderen Wunsch mit an die Hand geben. Nämlich den Wunsch nach Zuversicht, Optimismus und Hoffnung auf bessere Zeiten. Vor allem für alle betroffenen Menschen in der Ukraine aber ebenso für die Menschen, die sich auch hier in ihrem Alltag belastet und bedrückt fühlen. Dazu schenke ich Ihnen eine Geschichte, die dabei helfen soll, jenen Dingen Aufmerksamkeit zu schenken, die nur allzu oft als so selbstverständlich gelten, dass wir sie kaum wahrnehmen. Aber glauben Sie bitte: Es lohnt sich, den Blick darauf zu richten und einfach dankbar zu sein.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen😊 und ich wünsche Ihnen und Ihren Liebsten erholsame und friedvolle Ostertage!

Hier die Geschichte:

Eine Schulklasse wurde gebeten zu notieren, welches für sie die Sieben Weltwunder wären.

Folgende Rangliste kam zustande:

  1. Pyramiden von Gizeh
  2. Taj Mahal
  3. Grand Canyon
  4. Panamakanal
  5. Empire State Building
  6. St. Peters Dom im Vatikan
  7. Große Mauer China

Die Lehrerin bemerkte beim Einsammeln der Resultate, dass eine Schülerin noch am Arbeiten war.

Deshalb fragte sie die junge Frau, ob sie Probleme mit ihrer Liste hätte.

Sie antwortete: „Ja. Ich konnte meine Entscheidung nicht ganz treffen. Es gibt so viele Wunder.“

Die Lehrerin sagte: „Nun, teilen Sie uns das mit, was Sie bisher haben und vielleicht können wir ja helfen.“

Die junge Frau zögerte zuerst und las dann vor. „Für mich sind das die Sieben Weltwunder:

  1. Sehen
  2. Hören
  3. sich Berühren
  4. Riechen
  5. Fühlen
  6. Lachen …
  7. … und Lieben

Im Zimmer wurde es ganz still.

Diese alltäglichen Dinge, die wir als selbstverständlich betrachten und oft gar nicht realisieren, sind wirklich wunderbar. Die kostbarsten Sachen im Leben sind jene, die nicht gekauft und nicht hergestellt werden können.

Beachten Sie es, genießen Sie es, leben Sie es und geben Sie es weiter.

Viele schöne Ostergrüße😊

Ludwika

Viel Glück, Erfolg, …& vor allem Gesundheit!

Viel Glück, Erfolg, …& vor allem Gesundheit! 1600 1067 concepttomorrow

Viel Glück, Erfolg, …& vor allem Gesundheit!

Solche Wünsche hören wir immer wieder. Zu Neujahr, zum Geburtstag, oder anderen besonderen Anlässen. Genauso wünsche auch ich meinen Mitmenschen häufig das Gleiche – “…vor allem Gesundheit“. Diese Formulierung ist omnipräsent (insbesondere in den Zeiten der Pandemie) und mag daher hier und da wie eine Floskel oder Phrase wirken.

Ich glaube jedoch: Den meisten Menschen ist dieser Wunsch ein sehr ernstes Anliegen (auch wegen der aktuellen Situation). Gerade wenn wir krank sind, wissen wir unsere Gesundheit noch mehr zu schätzen. Sobald wir krank werden, sehnen wir uns danach, schnell wieder gesund zu sein. Krank sein ist nicht nur „doof“ sondern vor allem belastend.

In meinen Seminaren und Coachings zum Thema „Life in Balance“ nutze ich häufig eine Übung „Meine Werte im Leben“. Damit können die Teilnehmenden reflektieren, welche Werte ihnen im Leben besonders wichtig sind. Die „Renner“ sind: Familie, Freunde und – Sie ahnen es wahrscheinlich schon – Gesundheit. Wenn wir danach über die Reihenfolge diskutieren, sagen Viele, dass Gesundheit an der ersten Stelle steht, weil die Gesundheit die Basis dafür ist, dass wir die Zeit mit der Familie genießen oder Freundschaften pflegen können.

Wenn unsere Gesundheit so wichtig und unentbehrlich ist, was tun wir tagtäglich dafür uns Diese zu erhalten?

Wenn ich diese Frage in Workshops stelle, wird es häufig zunächst sehr leise im Saal. Man kann das Nachdenken fast greifen und nach und nach kommen erste zarte Antworten. Meistens mit dem Grundtenor, dass man beruflich so viel zu tun habe, dass man nicht wirklich jeden Tag die Zeit dafür habe.

„Gesundheit ist der Zustand vollkommenen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens“
(Offizielle Definition der WHO -World Health Organisation)

In anderen Worten ist Gesundheit also nicht nur das Ausbleiben einer Krankheit. Es ist viel mehr. Wenn wir körperlich unversehrt sind, bedeutet es noch lange nicht, dass wir gesund sind. Denken Sie an depressive Menschen. Die sind körperlich meistens fit, aber leider psychisch nicht. Die Definition umfasst auch den sozialen Aspekt unseres Lebens.

Wenn wir in eine fremde Stadt umziehen, in der wir niemanden kennen, können wir psychisch und körperlich zwar fit sein, werden uns auf die Dauer aber sehr einsam (und vielleicht sogar krank) fühlen, wenn uns es nicht gelingt, soziale Kontakte aufzubauen und Freundschaften zu schließen. Menschen, die von ihrem Umfeld ausgeschlossen werden, sind meistens körperlich und psychisch gesund, fühlen sich aber dennoch innerlich krank, weil der soziale Teil des Lebens extrem belastend wird.

Wer von Ihnen hat sich heute schon gesund verhalten?

Oft stelle ich Teilnehmern diese Frage, die ich nun auch Ihnen stelle. Was haben Sie heute schon konkret getan?

Sich bewusst und gesund ernährt? Sich bewegt? Sind sie beispielsweise zu Fuß zur Arbeit gegangen? Oder waren Sie auf einer Runde mit dem Hund (oder auch ohne)? Das wären schon wunderbare Beispiele dafür, wie man gesundes Verhalten pflegt.

Und darüber hinaus gibt es noch mehr Möglichkeiten, das Thema der eigenen „Gesundheitsförderung“ strukturierter anzugehen.

Wie kann ich meine Gesundheit gezielt fördern?

Stellen Sie sich immer wieder die Frage: Was habe ich heute für meine Gesundheit getan? Und zwar konkret für Körper, Psyche und den sozialen Teil von mir.

Beobachten Sie sich selbst und loben Sie sich auch bei kleinen Aktivitäten wie einem Spaziergang während der Mittagspause. Vielleicht gönnen Sie sich künftig eine kleine Pause mehr oder machen an einem Tag in der Woche früher Schluss im Büro/ Home-Office, um Freunde zu treffen oder Sport zu machen. Vielleicht lässt sich Beides sogar miteinander verbinden?
Nehmen Sie sich für den Anfang „lächerlich kleine Ziele vor und beginnen Sie, das Projekt „Gesundheit“ in drei Teilprojekten strukturiert voranzutreiben.

Hier einige Beispiele die Sie gern übernehmen dürfen.

  1. Körper – Sie könnten jeden Tag mit einer kurzen Gymnastikeinheit beginnen. Dehnen Sie sich in allen Richtungen, bewegen Sie Ihre Arme, dann die Beine und dann Ihre Schultern in Kreisen, um nach dem Schlafen wach zu werden und in Schwung zu kommen. Gönnen Sie sich bei der Arbeit 3-5 Minipausen (jeweils eine Minute) und machen Sie eine Miniübung (bspw. einen kleinen Spaziergang auf der Treppe oder einen Rundgang im Büro). Abends dann ein kurzer Spaziergang.
  2. Psyche – am Anfang des Tages können Sie eine Mini-Dankbarkeitsübung machen. Denken Sie einfach mit Dankbarkeit an die Dinge im Leben, die Sie haben und die sie insgesamt glücklich und zufrieden machen. Ihren Partner, Ihre Kinder, den Hund, sehr gute Freunde, ein tolles Auto, ein sicheres Haus oder einen guten Kaffee am Anfang des Tages. Egal was das in ihrem Leben ist. Es gibt immer etwas wofür wir dankbar sein können. Am Ende des Tages denken Sie an die Dinge, die gut waren, die Ihnen gut gelungen sind oder Ihnen Freude bereitet haben. Fokussieren Sie auf das Positive und genießen Sie auch einen schönen Moment. Vielleicht das Glas Wein am Abend oder ein gutes Essen.
  3. Soziales – suchen Sie am Tag den Kontakt zu einem netten/lieben Menschen und halten Sie zumindest ein gutes (auch kurzes) Gespräch. Achten Sie dabei auf das „Nehmen & Geben“. Erzählen Sie etwas und stellen Sie auch Fragen und hören zu. Ein gutes ausbalanciertes Gespräch mit einem netten Menschen ist wie Balsam für unsere Seele und gute soziale Kontakte halten uns zufrieden und gesund.

Ihr eigenes „Gesundheitsprojekt“ kann natürlich anders aussehen. Sie entscheiden, was Sie für ihre Gesundheit täglich tun möchten. Entscheidend ist, dass Sie etwas für alle drei Bereiche tun. Körper, Psyche und Soziales also die sprichwörtliche „Seele“.

Ihre Gesundheit, wird sich dafür bedanken. Und falls ihr Körper mal „streikt“ (was leider schnell möglich ist), werden die anderen „Teammitglieder“, Psyche und Seele, Sie in der schwierigen Zeit tragen, sofern sie stets gepflegt wurden. Das verspreche ich Ihnen.

Bleiben Sie gesund und neugierig.

Ludwika

Foto von Belle Co von Pexels

Hygge, Weihnachten & eine weise Geschichte

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Hygge, Weihnachten & eine weise Geschichte

Hygge & Weihnachten – Das passt!

Kennen Sie den Begriff „Hygge“?

In Möbel- und Einrichtungshäusern wie auch in den sozialen Medien hat dieser Begriff Hochkonjunktur. Bei Instagram kommt der Hashtag #hygge aktuell auf über 7,9 Millionen Beiträge. Im Wesentlichen mit Bildern, die gemütliche und wunderschöne Momente der vorweihnachtlichen Zeit zeigen.

Aber was genau bedeutet „Hygge“?

„Hygge“ ist dänisch und lässt sich nicht eindeutig übersetzen. Am ehesten wird dieser Begriff für „Gemütlichkeit“ verwendet. In diesem Kontext wurde es vor allem durch skandinavische Möbelhäuser „importiert“, um mit dem Gefühl der Gemütlichkeit den Umsatz der angebotenen Einrichtungsgegenstände anzukurbeln. Es hat aber auch andere Bedeutungen. Als Verb bedeutet hygge so viel wie „sich etwas Gutes tun“, „sich ablenken“ oder „es sich gemütlich machen“. Das zugehörige Adjektiv lautet „hyggelig“ (gesprochen „hüggeli“) und bedeutet entsprechend „gemütlich“, „geborgen“, „Wohlbefinden verbreitend“.

Vor allem aber, steht Hygge in Dänemark für eine Lebensphilosophie. Also für weit mehr, als die gemütliche Einrichtung des Eigenheims. Es geht darum, die Glücksmomente zu suchen, zu finden und diese im Alltag bewusst zu genießen. Insgesamt mit positivem Blick und wohligen Gedanken durchs Leben zu gehen. Ich finde: Das ist eine tolle Lebensphilosophie!

Und sie wirkt: Im World Happiness Report belegt Dänemark seit Jahren immer wieder Spitzenplätze.

Das Positive wahrnehmen und genießen

Dabei unterscheidet sich das Leben in Dänemark nicht sonderlich von dem in Deutschland.  Auch die Dänen werden täglich mit Unmengen von Impulsen konfrontiert. Etwa bei Begegnungen mit anderen Menschen, die durch Verhalten, Gestik, Mimik, Wortwahl positive wie auch negative Gefühle antriggern. Das Gleiche gilt für die Fülle an Informationen, Fakten und Nachrichten. Angesichts dieser Flut an Eindrücken kommt es auf die Wahrnehmung und innere Haltung an. Worauf fokussieren wir uns – und vor allem: Wie bewerten wir das, was wir wahrnehmen?

Hygge ist als Lebensphilosophie und Glückskonzept mit einer gewissen Häuslichkeit verbunden. Gerade die Adventszeit ist ideal, um es sich zu Hause bei warmem Kerzenlicht in wohltuender Atmosphäre gemütlich zu machen und sich selbst etwas ganz Kostbares zu schenken: eine ruhige Zeit. Nutzen Sie den Abend auf der Couch doch mal, um an Ihrer inneren Haltung zu arbeiten und sich bewusst auf die positiven Erlebnisse des Tages zu fokussieren!

Eine positive innere Einstellung hilft uns, Dinge schneller zu akzeptieren, Lösungen zu entwickeln und dem Leben so zuversichtlich wie hoffnungsvoll zu begegnen.

In diesem Sinne möchte ich die folgende Geschichte mit Ihnen teilen. Verbunden mit dem Wunsch, dass sie Ihnen auch im aktuellen Umfeld Vertrauen und Zuversicht schenkt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und natürlich viel Hygge zur Advents- und Weihnachtszeit 😊!  Denn: Hygge & Weihnachten – Das passt😊!

Bleiben Sie zuversichtlich, voller Vertrauen, neugierig und stets gesund!

Ludwika Fichte

Mal sehen – denn wer weiß? – Eine weise Geschichte

Es war einmal ein alter Mann in einem kleinen chinesischen Dorf. Er lebte dort zusammen mit seinem einzigen Sohn in einer kleinen Hütte. Ihr einziger Besitz war ein wunderschöner Hengst, um den sie im Dorf reichlich beneidet wurden. Es gab unzählige Kaufangebote, die jedoch immer strikt abgelehnt wurden. Das Pferd war unersetzlich bei der Erntearbeit, und es gehörte zur Familie, fast wie ein Freund.

Eines Tages war der Hengst verschwunden. Nachbarn kamen und sagten: „Du Dummkopf, warum hast du das Pferd nicht verkauft? Nun ist es weg, die Ernte ist einzubringen, und du hast gar nichts mehr, weder Pferd noch Geld für einen Helfer. Was für ein Unglück!“ Der alte Mann schaute sie an und sagte nur: „Unglück – Mal sehen, denn wer weiß? Das Leben geht seinen eigenen Weg, man soll nicht urteilen, sondern kann nur vertrauen.“

Das Leben musste nun ohne Pferd weitergehen, und da die Erntezeit anstand, war das mit gehörigen Anstrengungen für Vater und Sohn verbunden. Es war fraglich, ob sie es schaffen würden, die gesamte Ernte einzubringen.

Ein paar Tage später war der Hengst wieder da, begleitet von einem Wildpferd, das sich dem Hengst angeschlossen hatte. Die Leute im Dorf waren begeistert. „Du hast Recht gehabt“, sagten sie zu dem alten Mann. Das Unglück war in Wirklichkeit ein Glück. Dieses herrliche Wildpferd als Geschenk des Himmels, nun bist du ein reicher Mann…“ Der Alte sagte nur: „Glück – Mal sehen, denn wer weiß? Das Leben geht seinen eigenen Weg, man soll nicht urteilen, sondern kann nur vertrauen.“

Die Dorfbewohner schüttelten den Kopf über den wunderlichen Alten. Warum konnte er nicht sehen, was für ein unglaubliches Glück ihm widerfahren war? Am nächsten Tag begann der Sohn des alten Mannes, das neue Wildpferd zu zähmen und zuzureiten. Beim ersten Ausritt warf ihn dieses so heftig ab, dass er sich beide Beine brach. Die Nachbarn im Dorf versammelten sich und sagten zu dem alten Mann: „Du hast Recht gehabt. Das Glück hat sich als Unglück erwiesen, dein einziger Sohn ist jetzt ein Krüppel. Und wer soll auf deine alten Tage für dich sorgen?‘ Aber der Alte blieb gelassen und sagte zu den Leuten im Dorf: „Unglück – Mal sehen, denn wer weiß? Das Leben geht seinen eigenen Weg, man soll nicht urteilen, sondern kann nur vertrauen.“

Es war jetzt alleine am alten Mann, die restliche Ernte einzubringen. Zumindest war das neue Pferd soweit gezähmt, dass er es als zweites Zugtier für den Pflug nutzen konnte. Mit viel Schweiß und Arbeit bis in die Dunkelheit, sicherte er das Auskommen für sich und seinen Sohn.

Ein paar Wochen später begann ein Krieg. Der König brauchte Soldaten, und alle wehrpflichtigen jungen Männer im Dorf wurden in die Armee eingezogen. Nur den Sohn des alten Mannes holten sie nicht ab, denn den konnten sie an seinen Krücken nicht gebrauchen. „Ach, was hast du wieder für ein Glück gehabt!“‚ riefen die Leute im Dorf. Der Alte sagte: “ Mal sehen, denn wer weiß? Aber ich vertraue darauf, dass das Glück am Ende bei dem ist, der vertrauen kann.“

Geschichte aus China. Verfasser: Unbekannt

„Irgendwas ist immer“ – Von der hohen Kunst der Akzeptanz & von dem Spiegelei

„Irgendwas ist immer“ – Von der hohen Kunst der Akzeptanz & von dem Spiegelei 1920 1250 concepttomorrow

„Irgendwas ist immer“ – Von der hohen Kunst der Akzeptanz & von dem Spiegelei

„Irgendwas ist immer!“ Als Postkarte ziert dieser Spruch so manchen Büroschrank oder Schreibtisch. Vielleicht auch Ihren? Der Spruch ist zutreffend, denn er visualisiert, dass es schlicht normal ist, immer wieder auch mit ungeplanten Ereignissen konfrontiert zu werden. Und wer sich dem bewusst ist, den wirft etwas Unerwartetes weniger stark aus der Bahn.

Der kurze Satz allein – und ist er noch so prägnant im Blickfeld positioniert – hilft in der Praxis allerdings den wenigsten Menschen. Wie ist es bei Ihnen? Was passiert, wenn Ihnen unerwartete Dinge widerfahren? Wenn langjährige und lukrative Kunden sich von Ihnen abwenden, weil die Konkurrenz um die Ecke mit schmalem Leistungsumfang, dafür aber mit großem Nachlass ködert? Oder Ihre Führungskraft Ihnen Stress macht, weil manche Aufgaben (angeblich) nicht schnell oder gut genug erledigt werden. Oder Ihr Leistungsträger im Team kündigt und geht zur Konkurrenz? Gelingt es Ihnen, in solcher Situation entspannt zum Tagesgeschäft überzugehen, um in einem Zustand völliger Gelassenheit „irgendwas ist immer“ Ihren Frühstückskaffee zu trinken? Viel wahrscheinlicher ist vermutlich, dass Sie sich ärgern. Vielleicht sind Sie frustriert oder sogar wütend. Möglicherweise empfinden Sie geringe Wertschätzung oder fühlen sich gar persönlich unfair behandelt.

Emotionen – die Würze des Lebens

Sich in solchen Situationen zu ärgern, frustriert oder wütend zu sein, ist psychologisch gesehen die normalste Sache der Welt. Diese Aussage hilft zwar nicht unmittelbar, ist aber dennoch tröstlich. Denn sie zeigt auf: Es ist normal. Wir Menschen reagieren auf Misserfolge, Rückschläge oder Niederlagen nun mal mit negativen Emotionen. Und in der Regel beginnen wir erst deutlich später – nämlich dann, wenn wir erkennen, dass nichts mehr zu ändern ist – die Situation nach und nach zu akzeptieren.

Die hohe Kunst der Akzeptanz besteht darin, den Zeitraum, in dem Wut und Frustration die Oberhand haben, schnell zu verlassen. Sich nach einem überraschenden und unangenehmen Szenario (wie etwa einer Beschwerde über Ihre Arbeitsleistungen) also tatsächlich mit „freiem Kopf“ und voller Energie den Aufgaben zuzuwenden, die in Ihnen positive Emotionen hervorrufen.

Resilienz – Am Anfang steht die Akzeptanz

Akzeptanz ist einer der sieben Schutzfaktoren unserer Resilienz, also unserer psychischen Widerstandsfähigkeit. In vielen Workshops und Coachings ist sichtbar, dass gerade dieser Faktor häufig das schwächste Glied in der Kette der sieben Schutzfaktoren ist. Eine gute Nachricht: wir können etwas dagegen unternehmen und diesen Schutzfaktor stärken.

Aber wie kann man nun daran arbeiten? Hier sind meine Tipps, um unangenehme und überraschende Veränderungen schneller zu akzeptieren:

  • Wenn uns der Atem stockt, wir flach atmen oder hyperventilieren, können wir nicht mehr klar denken. Darum: Steuern Sie die Atmung, indem Sie durch die Nase ein- und durch den fast geschlossenen Mund langsam ausatmen. Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden so viel schneller abgebaut. Mehrmals wiederholen. Nichts weiter. Unseren Atem haben wir immer dabei!

  • Emotionen machen uns Menschen aus. Sie gehören zum Leben. Halten Sie sich an der Zuversicht fest, dass diese Gefühle wieder abklingen werden. Vor allem dann, wenn sie konstruktiv daran arbeiten.

  • Zum Beispiel: „Es ist, wie es ist!“, „Dann ist das eben so!“, „Ich weiß, es geht vorbei“.

  • Solche Bilder haben eine große mentale Kraft. Wenn Sie eine geeignete Metapher abrufen können, stärkt es Ihre Akzeptanz und Handlungsfähigkeit. Beispielsweise ein Stehaufmännchen, einen Löwenzahn der (auch zwischen Betonplatten) immer wieder nachwächst, einen Bambus, der biegsam und flexibel jedem Sturm trotz, ein Gladiator der sich durch die Arena kämpft, oder, oder, oder…

  • Versuchen Sie, bewusst die Chance zu sehen, die sich aus der negativen Situation ergibt. Der Kunde hat gekündigt? Vielleicht ist das eine Chance. Sie haben Zeit, sich nun um andere Kunden zu kümmern, die mehr Umsatz bringen (und Sie haben definitiv keine stressigen Telefonate mehr mit dem Kunden, der gekündigt hat). Oder Sie können Ihre eigene berufliche Entwicklung wieder vorantreiben. Ihre Führungskraft macht Ihnen Stress? Vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt, um ein klärendes Gespräch über gegenseitige Erwartungen, Wünsche etc. zu führen? Ihr Leistungsträger hat gekündigt? Vielleicht fokussieren Sie einen hoffnungsvollen Potenzialträger in Ihrem Team, den Sie bisher nicht im Blick hatten und den Sie nun entwickeln werden.

  • Fokussieren Sie Ihre Gedanken auf das Bild eines Spiegeleis. Ja, Sie haben richtig gehört. Ein Spiegelei.

Ich möchte gern aufklären, was es damit auf sich hat. Visualisieren Sie also ein Spiegelei.

Das Eiweiß symbolisiert Ihre Interessenzone. Das Eigelb in der Mitte ist die Einflusszone. (siehe auch „Circle of concern“ oder “circle of Influence“ nach Stephen Covey).

Das Eiweiß steht für das, was Sie belastet und für Ihre Interessen. Natürlich möchten Sie die Dinge verändern und nicht einfach akzeptieren. Sie möchten Ihren Kundenbestand entwickeln und keine Kunden verlieren. Sie möchten von Ihrer Führungskraft Anerkennung für Ihre Leistungen, bestmögliche Unterstützung, und Vergütung. Und wenn Ihr Vermieter die Miete erhöht, ohne eine Zusatzleistung zu erbringen, können Sie sich darüber tagelang ärgern …

Aber machen Sie sich bitte klar: All das fällt in Ihren Interessenbereich (das Eiweiß). Es liegt aber gleichzeitig in der Einflusszone eines anderen. Ihr Kunde entscheidet, ob er einen Vertrag abschließt oder vielleicht kündigt. Ihre Führungskraft entscheidet Höhe und Umfang Ihrer Vergütung, der Leistungsträger in Ihrem Team entscheidet, ob er geht oder bleibt und Ihr Vermieter entscheidet über die Anhebung der Miete.

Fokussieren Sie „Ihr Eigelb“. Was können Sie konkret tun? Kleiner Tipp: Die Punkte 1-5 sind alle in Ihrer Einflusszone. Mit freiem Kopf lässt sich dann effektiver unterscheiden, was Sie tatsächlich selbst tun können. Mit dem Fokus auf den eigenen Einflussbereich verlassen Sie die „Opferrolle“. Die Dinge passieren Ihnen nicht. Sondern Sie gestalten aktiv die Dinge. Nebeneffekt: Je konsequenter Sie an Ihrer Einflusszone (dem Eigelb) arbeiten, desto größer wird dessen Relevanz, und der Anteil der reinen Interessenzone (Eiweiß) wird sukzessive kleiner. Sie können daran arbeiten, eine sehr gute Kundenbeziehung aufzubauen, Sie können Ihrer Führungskraft zeigen, wie engagiert Sie sind, Sie können sich weiterentwickeln, um neue Aufgaben zu übernehmen und damit die Führungskraft überzeugen Ihnen mehr Geld zu bezahlen, als Führungskraft können Sie Ihr Bestes tun, damit sich die Leistungsträger bei Ihnen im Team wohl und gefördert und wertgeschätzt fühlen, Sie können mit dem Vermieter sprechen und eigene Sicht der Dinge darstellen oder Sie können einfach eine neue Wohnung suchen und finden. Das ist Ihr Einflussbereich. Die Entscheidungen, die dann die anderen Personen treffen, ist Ihr Interessenzone. Hier hilft die Akzeptanz.

Auch wenn der Weg steinig und anstrengend ist: Es lohnt sich wirklich, an dem Schutzfaktor „Akzeptanz“ zu arbeiten, denn je schneller wir die Dinge akzeptieren, die wir gerade nicht ändern können, desto eher erlangen wir wieder das Gefühl der Kontrolle und der Freiheit.

Lassen Sie sich nicht auf Dauer von Ihren Gefühlen regieren, sondern nehmen Sie das Zepter selbst in die Hand. Konzentrieren Sie sich auf das „Eigelb“ – den “Circle of Influence“, Ihren Einflussbereich.

Bleiben Sie dadurch handlungsfähig und lösungsorientiert. Denn Sie wissen doch: Irgendwas ist immer. 😊

Ludwika Fichte

Schlaf Kindchen schlaf… … und bitte: auch Mama und Papa! Aber wie?

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Schlaf Kindchen schlaf… und bitte: auch Mama und Papa! Aber wie?

Tief und entspannt schlafen wie ein Kind. Davon können viele Erwachsene oft nur träumen. Ein-, und Durchschlafstörungen nehmen leider permanent zu. Dies beeinträchtig wiederum die Leistungsfähigkeit am Tag. Zugegeben – gerade bei Babys ist es mit dem Ein-, und Durchschlafen nicht immer ganz einfach. Ab dem Kindesalter schlafen die meisten unserer Sprösslinge in den Ruhephasen jedoch tief und fest.

Das Thema Schlaf beschäftigt mich seit langer Zeit immer wieder mal, denn es gehört zu einem gesunden Leben in Balance einfach dazu.

Autor Shawn Stevenson behauptet in seinem Buch „Jeder Mensch kann schlafen lernen“, dass die Grundlagen für einen gesunden Schlaf in der Nacht bereits am Morgen beim Aufwachen gelegt werden.

Weshalb ist das so?

Der Schlaf-Wachrhythmus ist ein so genannter zirkadianer Rhythmus (d.h. eingestellt auf ca. 24 Stunden) und wird durch das Sonnenlicht beeinflusst. Das frühe Sonnenlicht, das (auch am bewölkten Tagen) direkt nach dem Sonnenaufgang entsteht, wird dabei besonders gut von der Netzhaut unserer Augen aufgenommen. Dadurch werden wir schneller wach. Die Produktion von Hormonen, wie Serotonin und Cortisol wird angekurbelt und das macht uns leistungsfähig und kreativ.  Serotonin bildet abends die Grundlage für die Ausschüttung von Melatonin. Das Melatonin wiederrum sendet dem Gehirn Signale, um den Schlaf vorzubereiten.

Das Sonnenlicht beeinflusst gleichzeitig vormittags den Aufbau und nachmittags den Abbau von Cortisol. Dieser Cortisol- Zyklus ist wichtig, um tagsüber mit genug Energie versorgt zu werden, um all die Aufgaben, die uns den Tag hindurch begleiten erfolgreich bewältigen zu können. Der sinkende Cortisol Spiegel ebnet am späten Nachmittag und in den Abendstunden den Weg für die Melatonin Ausschüttung. Ganz schön kompliziert unser Hormonhaushalt.

Diese innere biologische Uhr hat sich Laufe der Evolution entwickelt. Als es noch kein künstliches Licht gab, war man auf den natürlichen Hell-Dunkel Rhythmus angewiesen.  Im heutigen Umfeld, in dem es diese Einschränkungen nicht gibt, tickt unsere biologische Uhr trotzdem noch immer so wie vor vielen Tausend Jahren.

Um erholsam zu schlafen, gilt es also Strategien zu entwickeln, die mit dieser inneren Uhr abgestimmt sind.

Wie?

  • Selbst an bewölkten Tagen nimmt Ihr Körper eine zehnfach höhere Menge an wichtigen UVA und UVB Strahlen draußen auf, als im Büro.

    Bauen Sie auch kurze Spaziergänge in Ihren Berufsalltag ein. Etwa in den Pausen oder eine etwas längere Runde am Abend. Hundebesitzer sind dabei ein klein bisschen im Vorteil, denn die vierbeinigen Freunde machen unabhängig vom Wetter deutlich, dass mit dem Hund auch der innere Schweinehund von Herrchen oder Frauchen nach draußen geht.  Auch Sport – am besten an der frischen Luft – ist für den gesunden Schlaf sehr förderlich. Sport baut Stresshormone ab, regt Verdauungsprozesse und Zellerneuerung an, baut Muskeln auf und trainiert die Ausdauerfähigkeit des Herzens.

  • Wie würden Sie Ihr Schlafzimmer bezeichnen? Gleicht es eher dem Lagerraum einer Media Markt Filiale (mit TV, Laptop, Radio, Handy) oder können Sie das Schlafzimmer als echten Entspannungsort bezeichnen?

    Wenn das nicht der Fall ist, empfehle ich den Status Quo zu überdenken. Verbannen Sie die „Mediamarkt-Geräte“ in ein anderes Zimmer, und schaffen Sie sich eine Schlafumgebung frei vom blauen Licht und elektromagnetischen Feldern. Sorgen Sie für genug frische und kühle (nicht kalt!) Luft und Luftfeuchtigkeit. Richten Sie das Schlafzimmer so ein, dass es beruhigend und entspannend auf Sie wirkt. Ziehen Sie regelmäßig frische Bettwäsche auf und überlegen Sie, ob Ihnen Ihre Matratze guttut. Wenn Sie beispielsweise immer wieder mit Rückenschmerzen aufwachen, wäre es vermutlich an der Zeit, über die Anschaffung einer neuen Matratze nachzudenken.

    Was können Sie abends tun, um besser Einzuschlafen und erholsam durchzuschlafen?

    Ich mache es hier kurz.

    1. Essen
    2. Sport
    3. Alkohol

    Der Körper braucht Ruhe, um zur Ruhe zu kommen. Nahrung und Sport treiben den Stoffwechsel an und die „Maschinen des Körpers“ arbeiten auf Hochtouren.

    Genauso ist es mit Alkohol. Klar, Alkohol macht müde, beschert allerdings qualitativ schlechten Schlaf. Alkohol bringt unseren Hormonhaushalt durcheinander und wirkt oft harntreibend. Häufigeres aufstehen (und nicht sofort wieder einschlafen können) sind die Folge und verhindern, dass der Körper sich erholen kann, um Kraft für den nächsten Tag zu sammeln.

  • Wir haben leider (oder vielleicht glücklicherweise?) keinen Knopf, den wir drücken können, um einzuschlafen.  Unsere physiologischen Funktionen beruhigen sich, wenn wir:  …zur Ruhe kommen (was für eine Überraschung 😊).

    Dabei könnten Sie für die Ruhe und Entspannung sorgen indem Sie bspw.

    • ein echtes (ohne blaues Licht) Buch lesen (das Sie entspannt)
    • entspannte Musik hören
    • ein entspanntes Bad nehmen
    • Entspannungsübungen/ innere Entspannungsbilder nutzen
    • Dankbar sind für die guten Dinge, die am Tag passiert sind

    Und was können Sie tun beim nächtlichen Aufwachen –besonders wenn Grübel-Gedanken einen Gedanken-Karussell im Kopf verursachen?

  • Falls Sie nachts eine To-Do Liste für nächsten Tag im Kopf entwickeln: schreiben Sie alles auf (ein Zettel mit einem Stift neben dem Bett ist dafür sehr empfehlenswert). Schauen Sie bitte auch nicht auf die Uhr. Damit können Sie sich ganz schön unter Druck setzen, wenn Sie sehen, wie viele (immer weniger) Stunden Sie noch haben, bis der Wecker losgeht.

    Manchmal lassen sich die Gedanken über das am Tage erlebte nicht abschütteln. Gerade nachts fällt einem dann ein, wie sich Situation A oder B hätte besser lösen lassen. Man sitzt in einem „hätte, hätte“ Gedanken-Karussell und kann nicht stoppen.

    Was tun?

    Zuerst bleiben Sie im Dunkeln (Licht macht uns wach) und öffnen Sie Ihre Augen. Allein dadurch wird das Gedanken-Karussell an Fahrt verlieren. Nutzen Sie eine sog. „Stopp-Technik“. Wie? Sagen Sie sich energisch mit Ihrer inneren Stimme „STOPP“! Und dann nutzen Sie einen schlafförderlichen Gedanken, um wieder einzuschlafen.

    Beispielsweise „Ich schlafe gut und ohne Sorgen – erwache frisch und gestärkt am Morgen.“, oder „Einschlafen-durchschlafen-Ruhe“ oder „Schlaf gleichgültig, Ruhe wichtig“. Wiederholen Sie den Gedanken mit Ihrer inneren Stimme immer wieder, immer wieder, bis Sie vor lauter Müdigkeit wieder einschlafen. Wenn das Gedanken-Karussell zurückkommt, können Sie es mit „Ihrem“ förderlichen Gedanken erneut „vertreiben“.

    Es ist zwar „Arbeit“, aber nichts tun ist nicht erholsam. Und das wissen Sie aus Erfahrung vom nächtlichen Aufwachen.

  • Wir können unseren Schlaf nicht erzwingen. Schlaf ist eine „Gnade“. Und je mehr wir uns unter Druck setzen und einschlafen wollen, umso weniger klappt es. Es ist viel förderlicher die eigene Haltung zu überdenken und anstatt zu sagen „Ich muss schlafen“, ist es entspannter die Haltung in „Ich darf schlafen“ oder „Ich gönne mir den Schlaf“ umzulenken.

    Lassen Sie den Schlaf geschehen und machen Sie sich nicht verrückt, wenn er sich nicht direkt so einstellt, wie Sie es wollen. Falls bei Ihnen keine organischen Schlafstörungsprobleme vorliegen (das sollten Sie bei einem Arzt abklären lassen) wird Ihr Körper Sie irgendwann zu Ruhe bringen. Besonders dann, wenn Sie Ihrem Körper günstige Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen. Manchmal hilft dann der Gedanke „Nach einer schlechten Nacht kommt eine gute Nacht – mit einem tiefen und erholsamen Schlaf“. Und die kommt. Garantiert.

    Fangen Sie an, die Strategien für Ihren gesunden Schlaf Schritt für Schritt umzusetzen. Beginnen Sie mit kleinen Schritten und bleiben Sie dran. Ihr Körper wird sich mit Sicherheit dafür bedanken. Mit tiefem, erholsamem und schlussendlich gesundem Schlaf.

Schlafen Sie tief und gesund, bleiben Sie gesund und stets neugierig.

Ludwika

Foto von Andrea Piacquadio von Pexels

Mäuse, Lockdown & absolute Stille

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Mäuse, Lockdown & absolute Stille

Absolute Stille ist in unserer Gesellschaft – selbst in Lockdown-Zeiten – ein rares Gut geworden. Und häufig ist sie auch gar nicht gewünscht. Doch warum ist das so? Stille ist nicht produktiv, es passiert nichts in der Stille.

In unserer sich ständig optimierenden digitalen Gesellschaft, möchten wir in Bewegung bleiben. Sowohl geistig als auch körperlich und so nutzen viele Menschen jede freie Minute, um Nachrichten zu lesen, Social Media zu durchforsten, eigenes Self-Marketing auf Instagram & Co zu fördern, ein Buch zu lesen oder einen Podcast zu hören. Auf Sie trifft nichts dergleichen zu? Dann sind Sie vielleicht Jemand, der freie Zeit nutzt, um schnell mal ein Telefonat zu führen,  auf die Schnelle eine Besorgung im Onlineshop erledigt, eine private E-Mail verschickt,  Sport treibt oder einfach zur Entspannung in einem Handyspiel oder im Fernsehprogramm versinkt. Sie sehen: Die Liste der Tätigkeiten, die wir in einer „freien“ Minute mal eben nebenbei machen, ist lang.

Es scheint, als möchten wir förmlich keine Minute unseres Lebens ungenutzt lassen um auf dem Laufenden zu bleiben, etwas dazu zu lernen, fit zu werden und uns  gesellschaftlich „im Spiel“ zu halten.

Diese Selbstoptimierung hat längst auch Jugendliche und Kinder erreicht. Noch vor der Pandemie war der Wochenkalender bei vielen Kindern komplett ausgebucht. Zwischen den Fußball-, Handball- oder Volleyballtrainings haben die Kinder beispielsweise Nachhilfe erhalten, ein Instrument erlernt oder sich einfach mit Freunden verabredet, um gemeinsame Zeit zu verbringen.

Die vergangenen zwölf Monate haben bei uns allen, inklusive der Kinder & Jugendlichen, viele Aktivitäten unmöglich gemacht und gerade im motorischen Bereich, einige (hoffentlich reparable) Einbußen zu Tage getragen.

Auf der anderen Seite der Medaille hat die Zeit der Pandemie viele Menschen zu einer ungewollten Ruhe gebracht. Zu weniger oder gar keine Aktivitäten. Das kann –  wie immer im Leben – sowohl Fluch als auch Segen sein. Lassen Sie uns gemeinsam die „Segen-Seite“ anschauen. Ganz nach dem Motto „Was ist das Gute am Schlechten?“.

Das ist auch ein Grund dafür, dass wir qualitativ viel besser schlafen, wenn um uns herum eine nächtliche Stille herrscht.

Viele Menschen berichten über mehr Ruhe und weniger Freizeitstress in der Corona-Zeit. Zugegeben: Die „erzwungene“ Ruhe, wurde mancherorts schnell durch andere (digitale) Aktivitäten ersetzt.  Netflix & Co., wie auch der heimische Computer haben hier und da sicherlich höhere Nutzerzeiten erzielt als ja zuvor. Es gibt aber auch Positives zu berichten. Vielen Menschen haben die eigene Umgebung neu entdeckt und sind viel in der Natur unterwegs. Etwa beim Radfahren, Spazieren oder Wandern. Dabei entdecken Sie die Ruhe neu und vielleicht ab und an auch absolute Stille. Stille ist dann, wenn akustische Reize abgeschaltet bleiben. Und: Stille ist besonders wertvoll.

Dennoch wird Stille oft gemieden. Stille erscheint wenig erstrebenswert. Geradezu langweilig. Es gibt Menschen, die nicht gut ertragen können, wenn während eines Gesprächs ein stiller Moment auftritt. Sie fühlen sich unwohl. Besonders, wenn dies in Dialogen mit eher unbekannten Menschen (bspw. beruflich) aufritt. Aber gerade Stille – und viele Experimente & Studien belegen das – ist besonders gut geeignet, um tiefe Entspannung zu erreichen und Regeneration zu fördern.

Wenn es gelingt, akustische Reize auch tagsüber immer wieder ausschalten, dann regeneriert sich unser Organismus viel besser, unsere Gedanken nehmen freien Lauf und mittelfristig wird der Cortex im Bereich des Stirnhirns dicker und somit besser ausgebildet. Diese Region des Gehirns ist für die Kontrolle des eigenen Handelns und unsere Entscheidungen wichtig. Gleichzeitig steigt nach stillen Momenten unsere Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisleistung und auch die Kreativität. Wenn das nicht ausreichende Gründe sind, um die Stille neu zu entdecken? Ich meine: Ja!

Nun trägt dieser Blogbeitrag die Überschrift: Mäuse, Lockdown & absolute Stille. Und Sie fragen sich vielleicht zu Recht: Was haben die Mäuse mit dem ganzen Thema zu tun?

In einem neurologischen Experiment hat man eine Gruppe von Mäusen für jeweils 2 Stunden pro Tag einer Dauerbeschallung ausgesetzt und eine andere Gruppe akustischer Deprivation – sprich: absoluter Stille. Bereits nach sieben Tagen wiesen nur die Mäuse mehr Nervenzellen auf, die zwei Stunden pro Tag von jeglichen Geräuschen abgeschirmt waren. Die Wissenschaftler haben noch nicht den Nachweis erbracht, dass diese Effekte auch bei Menschen erreicht werden. Aber weswegen sollte unser Gehirn sehr anders reagieren?

„In der Ruhe liegt die Kraft“ – sagt ein Sprichwort. Und dafür gibt es eindeutig viele wissenschaftliche Belege. Wenn dabei auch die Nervenzellen schneller wachsen, dann ist die Zeit der Stille sogar eine sehr produktive Zeit. Stille hilft uns, gesund an Körper und Geist zu bleiben.

Was können Sie tun, um die Stille neu zu entdecken und diese („produktiv“) zu genießen? In der Freizeit ist es einfacher, aber beruflich scheint es oft eine Herausforderung zu sein.

Ich empfehle für den beruflichen Alltag so genannte „Mini-Pausen“. Das sind kurze Übungen, die in der Stille geübt werden und die Ihre eigene innere Stille fördern:

Wie das funktionieren kann? Hier zwei erste Mini-Übungen zum Nachmachen:

  1. Ein stiller Moment – Setzen Sie sich bequem hin. Lehnen Sie sich zurück, schalten Sie alle akustischen Reize aus, schließen Sie die Augen um auch visuelle Reize abzuschalten. In dieser angenehmen Position achten Sie eine Minute lang auf Ihren Atem. Sie können alternativ Ihre Atemzüge zählen und zwar bis 16. Die meisten Leute haben ca. 14 bis 16 Atemzüge pro Minute, so dass Ihr stiller Moment etwa eine Minute dauern wird. Sie können diese Mini-Pause natürlich individuell länger machen, aber bitte bleiben Sie mindestens eine Minute dabei.
  2. Ein Mini-Urlaub – Schirmen Sie sich so weit es geht von jeglichen akustischen Reizen ab, setzen Sie sich auf die Kante Ihres Stuhls, strecken Sie die Beine aus und die Arme in die Höhe. Schließen Sie Ihre Augen und dehnen Sie sich gemütlich, so dass Ihr Rücken leicht gestreckt und dadurch besser durchblutet wird. Denken Sie dabei an Ihren nächsten Urlaub (der irgendwann kommen wird) oder an den Letzten (oder an einen schönen Moment an den Sie sich sehr gerne erinnern). Genießen Sie die Gedanken und die Dehnungsübung in der Stille mindestens eine Minute lang.

Das sind die ersten Beispiele. Bald stelle ich kurze Videos mit Mini-Übungen auch auf meiner Website zur Verfügung. Lassen Sie sich überraschen und inspirieren.

Ob Ihr „Weg zur Ruhe“ über die Mini-Übungen führt, oder Sie ihn für sich auf anderen Wegen finden.  Ich wünsche Ihnen in jedem Fall viele Momente der Stille – denn Stille ist sehr lohnenswert!

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.

Ludwika

Foto von Monique Laats von Pexels

Gesundes Arbeiten im Home-Office – die vier besten Strategien

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Gesundes Arbeiten im Home-Office – die vier besten Strategien

Da ich seit vielen Jahren eine, wie ich finde, angenehme Situation genieße, weil ich hauptsächlich in meinem Home-Büro arbeite, lag mir der Gedanke fern, dass ein Home-Office ungesund sein kann.

Ich reise grundsätzlich sehr viel (wenn gerade kein neues Virus unterwegs ist), weil ich etliche Teamworkshops und Coachings vor Ort für meine Kunden durchführe. Aus diesem Grund genieße ich jeden Tag, den ich in meinem Home-Office verbringe. Ich kann in Ruhe Konzepte schreiben, Online-Coachings durchführen und in den Pausen sogar ein bisschen was in den eigenen vier Wänden erledigen, was ich auch genieße. Schließlich bin ich sonst viel auf Reisen und in Hotels.

Am Anfang der Pandemie habe ich enthusiastische Äußerungen von vielen Freunden gehört, wie schön es im Home-Office sei. Viele Menschen haben jahrelang in engen Büros mit vielen Störungen gearbeitet – laut telefonierende, mitunter schimpfende Kolleginnen und Kollegen, die obendrein in unpassenden Momenten „mal eine kurze Frage“ hatten. Da waren auch die Chefs, die unerwartet zusätzliche „ganz dringende und wichtige“ Aufgaben vorbeigebracht haben. Aus solchen Gründen empfanden viele Menschen das Home-Office wie ein längst vergessenes Paradies.

Nach Monaten Home-Office in der Pandemie habe ich die Ergebnisse einer Studie der Technischen Hochschule in Chemnitz zum Thema „Psychische Belastungen im Home-Office“ gelesen und wurde hellhörig.

Dr. Bertolt Meyer von der TU Chemnitz fand heraus, dass „…fließende Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben viele Menschen belasten“. Dabei haben rund 60 Prozent der Befragten, die von Zuhause aus arbeiten, angegeben, dass die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben im Homeoffice verschwimmen und mehr als jede vierte (27 Prozente) das als Belastung empfindet.

Dabei sind Frauen im Durchschnitt stärker emotional erschöpft, wenn Kinder im Haushalt zu betreuen sind und es an sozialer Unterstützung durch Kollegen oder einen Partner fehlt.

Nach privaten Recherchen habe ich erfahren, dass viele Menschen das vermeintliche Paradies langsam nervt, weil sie „draußen“ keinen Zufluchtsort vor häuslichen Herausforderungen finden und weil ein spontaner sozialer Austausch mit Arbeitskollegen/innen fehlt.

Mein Fazit: Zu viel Home-Office kann tatsächlich krankmachen. Da viele Menschen jedoch noch ein paar Wochen – oder sogar Monate – diese Situation aushalten sollen, habe ich ein paar Tipps für ein gesünderes Home-Office zusammengestellt.

  • Schaffen Sie, soweit es Ihnen möglich ist, eine Grenze zwischen den beiden Lebenswelten.

    • Feste Morgen- und Abendroutinen einführen – Das könnte beispielsweise ein morgendlicher Spaziergang sein, der den Weg zur Arbeit simuliert. Auch morgendliche Umschaltrituale wie das Anziehen angemessener Bürokleidung (also keine „Pyjamahosen-Party“ vor dem Computer😊) und eine Tasse Kaffee bei einem vereinbarten Online-Gespräch mit einer Lieblingskollegin/Kollegen können die Abgrenzung unterstützen. Um das Ende eines Arbeitstages einzuläuten, können Rituale wie das Zuklappen des Laptops (oder sogar „Verstecken“ des Laptops), das Schließen der Tür zum Arbeitszimmer und erneut ein kleiner Spaziergang, der nun den Heimweg simuliert, hilfreich sein. Falls es Ihnen durch solche Routinen jedoch zu viel der gewonnenen Flexibilität verloren geht, dann beobachten Sie sich und finden heraus, wie viel Struktur für das eigene Wohlbefinden notwendig ist.
    • Arbeits- und Pausenzeiten festlegen, einhalten und öffentlich kommunizieren –  Um fließende Übergänge zwischen Arbeit und Privatleben zu minimieren oder ganz zu vermeiden, ist es empfehlenswert, feste Arbeits- und Pausenzeiten zu planen und diese dem Team und Vorgesetzten und auch der eigenen Familie mitzuteilen (z.B. Treffpunkt 12.30 zur Mittagspause). Auch wenn ich lieber abends arbeite, wenn die Kinder im Bett sind, sollte man dies mitteilen und einhalten. Damit legt man die eigene Erreichbarkeit fest und sorgt für weniger Stress bei  allen Beteiligten. Im Homeoffice könnte man die eigene Arbeitszeit individueller an den eigenen Rhythmus anpassen – zumindest mehr, als das im Büro  der Fall ist. Es ist dennoch wichtig für die eigene Gesundheit, dass Pausen und Feierabend festgelegt sind. Die oben genannte Studie zeigt nämlich, dass im Homeoffice häufiger Überstunden gemacht werden.
    • Räumliche Trennung von Arbeitsplatz und Privatemist das A und O für eine erfolgreiche Abgrenzung. Das kann private Unterbrechungen und somit den Stresslevel reduzieren. Ein Schild „Bitte nicht stören“ an der Tür kann dem Nachwuchs als Erinnerung dienen, damit niemand einfach „reinplatzt“, wenn Sie gerade ein wichtiges Gespräch führen. Ein separater Arbeitsplatz fördert die Konzentration auf den Job und bei Pause und Feierabend das „Abschalten“. Sofern kein Arbeitszimmer vorhanden ist, bieten sich alternativ Raumtrenner bzw. Sichtschutzmöglichkeiten an, etwa in Form von einem Schrank oder einer etwas höheren Pflanze. Falls Ihnen nur Küche oder Wohnzimmer zur Verfügung stehen, sind feste Abschaltrituale umso wichtiger, um den Anfang und das Ende der Arbeit zu markieren (wie gesagt, den Laptop zuklappen oder verstecken😊, Spaziergang, andere Kleidung, etc.). Und: versuchen Sie nie im Schlafzimmer zu arbeiten. Sonst kann es sehr schwer fallen, für die Nacht gedanklich abzuschalten. Falls es wirklich nicht vermeidbar ist – tragen Sie abends Ihren Laptop und ggf. Unterlagen in ein anderes Zimmer oder decken sie diese zu.
    • Raumklima beachten – schon vor der Corona-Zeit haben Forscher festgestellt, dass regelmäßiges Lüften unsere Leistungsfähigkeit erhöhen kann. Dabei ist die Lufttemperatur von ca. 20 bis 22 Grad für unser Denken sehr günstig. Pflanzen helfen bei der Regulierung der Luftfeuchtigkeit, Produktion von Sauerstoff und der Filterung von Schadstoffen wie Kohlenstoffdioxid und wirken sich daher positiv auf unser Wohlbefinden während der Arbeit aus.
    • Beleuchtung anpassen – schlechtes Licht kann unsere Augen strapazieren und die Denkleistung reduzieren. Die Lichtverhältnisse sollten wir an Sehvermögen anpassen, dabei Reflexionen, Spiegelungen und Blendungen vermeiden und für ausreichend Tageslichteinstrahlung sorgen, welche durch eine Deckenbeleuchtung und eine zusätzliche Schreibtischlampe (gerade in den dunklen Monaten) ergänzt werden kann.
    • Lärm reduzieren – wir sind leider nicht immer Herr/-in von Außengeräuschen, aber zumindest könnte man überlegen, was machbar ist und dies umsetzen (z.B. bei Telefonaten das Fenster schließen, der Familie die geplanten Zeiten für wichtige Telefonate nennen und um Ruhe bitten).
    • Arbeitsplatzstruktur bewusst schaffen – Um sich selbst nicht abzulenken, sollten nur die notwendigen Arbeitsmittel und -materialien griffbereit auf dem aufgeräumten Schreibtisch Platz finden. Dabei empfiehlt es sich, auf ein Übermaß an Dekoartikeln und persönlichen Gegenständen zu verzichten, um keine unnötigen Ablenkungen zu schaffen.
    • Fokuszeit festlegen– schirmen Sie sich mindesten einmal pro Tag für ein Zeitfenster ab (keine Anrufe annehmen, keine Emails sichten, etc.), um wichtigste und dringlichste Aufgaben morgens oder im Leistungshoch konsequent zu erledigen. Dies wird Ihnen enorm viel Stress abnehmen und am Ende des Tages werden Sie sich glücklicher und entspannter fühlen.
    • Routinearbeiten im Leistungstief erledigen
    • Ähnliche Aufgaben bündeln und gemeinsam bearbeiten (Telefonate, Recherchen, Einkäufe, Überweisungen, etc.)
    • Minipausen konsequent machen – Es geht hier um kurze Pausen zwischendurch von zwei bis vier Minuten, wo Sie drei Kontrasterlebnisse schaffen:
      1. Tätigkeitswechsel – machen sie kleine Dehnungsübungen/ Bewegungen, einfach etwas Anderes, als vor dem Computer zu sitzen.
      2. Inhaltswechsel – denken Sie an Ihr Wochenende, an das nächste Gartenprojekt, Urlaub, egal. Hauptsache, Sie stehen auf und lenken sich mit angenehmen Gedanken ab.
      3. Raumwechsel – gehen Sie weg von Ihrem Schreibtisch, gehen Sie in die Küche, auf den Balkon, in den Garten, in den Keller, egal. Hauptsache kurz weg vom Schreibtisch.
  • Soziale Unterstützung ist eine der wichtigsten menschlichen Ressourcen. Die Psychologin Emmy Werner hat bei Ihrer weltberühmten Hawaii Studie viele Jahre Kinder aus sozialen Risikofamilien begleitet und untersucht. Die Ergebnisse waren eindeutig. Alle Kinder, die mindestens eine Bezugsperson hatten, die an sie geglaubt hat, konnten trotz der widrigen Umstände ein hohes Maß an Resilienz entwickeln und ein erfolgreiches, glückliches Leben als Erwachsene führen. Unsere unterstützenden sozialen Kontakte sind somit entscheidend, ob wir ausgeglichen und psychisch gesund bleiben. Wie könnten wir es in der Pandemie Zeit mit „social distancing“ schaffen, die Kontakte auch aus dem Home-Office heraus aufrechtzuerhalten und zu pflegen?

    Die soziale und emotionale Unterstützung könnten wir etwa durch folgende Gewohnheiten erreichen:

    • Kooperationstandems erzielen – wir bilden mit einer Kollegin/Kollegen im Homeoffice ein Zweierteam (sinnvoll ist es, mit einem Menschen das Team zu bilden, der das gleiche Aufgabengebiet hat) und jederzeit ansprechbar bleibt.
    • Monatliche Wohlfühlstunden mit dem Team verabreden – um auch über andere Themen als To-Do‘s und operative Aufgaben zu sprechen (eine Führungskraft könnte mit dem Team u.a. über strategische Ziele sprechen und somit den Blick von „hier und jetzt“ in die Zukunft richten.)
    • Gemeinsame Kaffeepause zwischendurch mit einer Lieblingskollegin/Kollegen, allerdings überlassen Sie es nicht dem Zufall, sondern legen Sie z.B. per Outlook einen täglichen Termin fest.
    • Die privaten Kontakte außerhalb der Arbeit pflegen – zum Beispiel Spaziergänge, Wanderungen oder Treffen im Freien mit guten Freunden oder Bekannten, um mit denen über alle anderen Themen zu sprechen außer Arbeit.

Home- Office wird uns noch eine Weile  begleiten (und vielleicht wird es sogar zu einem festen Bestandteil unseres Arbeitslebens) und es lohnt sich darüber nachzudenken, wie Belastungen reduziert, Ressourcen aufgebaut und die eigene psychische Gesundheit gestärkt werden können.

Ich wünsche Ihnen dabei viele kreative Ideen, und bleiben Sie (auch im Home-Office) weiterhin zuversichtlich, neugierig – und gesund.

Ludwika

Ein Vorsatz für 2021: Persönliche Lebenssterne für einen eigenen klaren Horizont

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„Rüm hart – Klaar Kiming“ ist ein altes friesisches Sprichwort und bedeutet „Weites Herz, klarer Horizont“. Besonders der „klare Horizont“ kann, psychologisch betrachtet, ausgesprochen gut unsere innere Stärke stützen – die Resilienz. Diese Fähigkeit von uns Menschen, in belastenden und schwierigen Zeiten flexibel zu bleiben, nicht zu zerbrechen, schnell wiederaufzustehen und weiterzumachen (trotz widriger Umstände), ist in der COVID 19 – Pandemie besonders wichtig und hilfreich. Es ist somit mehr als empfehlenswert Zeit zu investieren, um an unserer psychischen Widerstandsfähigkeit zu arbeiten und sie auszubauen. Aber… wie geht das?

Vor allem mit einem der sieben Schutzfaktoren: „Reaching Out“. Auf Deutsch bedeutet es „Zukunftsorientierung“. Viel schöner könnte man jedoch den englischen Begriff mit „Nach den Sternen greifen“ übersetzen. Gerade für die mutigen Seefahrer, zu denen auch die Friesen zählten, waren Sterne von großer Bedeutung. In der Nacht haben sie den Seeleuten zuverlässig den Weg gezeigt, damit sie gesund nach Hause kommen konnten. Die Sterne strahlten Zuversicht und Hoffnung in jeder dunklen Nacht aus. Und solche „Sterne am Himmel“, die den Weg zeigen und somit einen „klaren Horizont“ gestalten, brauchen wir heute dringender denn je.  Sie geben uns Halt und die Klarheit an unserem persönlichen Horizont und lenken erfolgreich unsere Aufmerksamkeit von „hier und jetzt“ auf die Zukunft. Gerade dann, wenn sich wie gegenwärtig unser Leben in einer stürmischen und für viele von uns auch frustrierenden Phase befindet, helfen uns unsere Ziele, die wie Sterne leuchten, unseren eigenen Kurs zu halten.

Der Jahresanfang ist die Zeit der guten Vorsätze. Wie wäre es, wenn Sie sich diesmal Zeit für etwas wirklich Bedeutendes nehmen?! Für Ihre Lebenssterne, die Sie nicht nur durch den aktuellen „Pandemie – Sturm“, sondern auch durch viele zukünftige große und kleine Stürme zuversichtlich leiten? Viele Studien zeigen, dass wir viel besser ungewollte Veränderungen, belastende Lebenssituationen oder andere „Stürme“ im Leben bewältigen können, wenn wir eine klare Zukunftsorientierung durch Ziele und Werte im Leben haben. Diese Ziele und Werte sind dann unsere „strahlende Sterne am Horizont“!

Sich eigene Lebensziele oder Werte bewusst zu machen und sie bewusst auszuwählen, ist – zugegebenermaßen – keine einfache Aufgabe. Mit den Lebensphasen wechseln oft auch die Werte, die für uns persönlich von Bedeutung sind. Dennoch gibt es Ziele und Werte, die wir unabhängig von der Lebenssituation als erstrebenswert betrachten.

Und genau diese sind entscheidend für den Resilienz-Schutzfaktor „Reaching-Out“. Vielleicht ist es für Sie ein Wert, ein liebenswerter/ hilfsbereiter Mensch zu sein? Oder „Retter/in in Not“ zu sein? Vielleicht wollen Sie ein „Familienmensch“ sein? Oder die Eigenschaften „Verlässlichkeit“ oder „Kreativität“ sind für Sie von großer Bedeutung? Sehen Sie sich als „Richtungsgebende/-r“, „Haltgebende/-r“, der/die „Faire“, oder der/die „Umweltschützer/in“?

Stehen für Sie „Gesundheit“ und „Fitness“ oben an? Sehen Sie sich als Mensch, der Abenteuer sucht, andere mitnimmt und daran teilhaben lässt, um auch andere, überraschende Aspekte ins Leben zu bringen? Oder, oder, oder… So oder anders zu sein oder zu werden, ist auch ein Ziel, das Ihnen am Horizont leuchten kann und Ihnen helfen wird, auf Ihrem Weg zu bleiben. So werden Ihnen in vielen anderen stürmischen Zeiten Ihre Sterne den Weg zeigen.

Um sich eigene Ziele bzw. Werte im Leben bewusst zu werden, kann ein „Meine Werte im Leben“ Test Hilfe leisten. Nehmen Sie sich am Anfang des Jahres ein wenig Zeit, um in Ruhe nachzudenken, vielleicht den Test nutzen, um Ihre Lebenssterne auszuwählen.

Lucius Annaeus Seneca sagte einmal:

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“

Legen Sie Ihre „Häfen“ fest und finden Sie ihre Lebenssterne.

So stärken Sie Ihre Resilienz durch den Schutzfaktor „Reaching-Out“. Sie werden stets „einen klaren Horizont“ haben. Das hilft, um Stürme durchzustehen. Und Ihr „weites Herz“ schlägt ruhiger, wenn Sie sicher Ihren Hafen erreichen.

Das wünsche ich Ihnen von Herzen

Bleiben Sie stets zuversichtlich, neugierig – und bleiben Sie gesund.

Ludwika