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Hygge, Weihnachten & eine weise Geschichte

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Hygge, Weihnachten & eine weise Geschichte

Hygge & Weihnachten – Das passt!

Kennen Sie den Begriff „Hygge“?

In Möbel- und Einrichtungshäusern wie auch in den sozialen Medien hat dieser Begriff Hochkonjunktur. Bei Instagram kommt der Hashtag #hygge aktuell auf über 7,9 Millionen Beiträge. Im Wesentlichen mit Bildern, die gemütliche und wunderschöne Momente der vorweihnachtlichen Zeit zeigen.

Aber was genau bedeutet „Hygge“?

„Hygge“ ist dänisch und lässt sich nicht eindeutig übersetzen. Am ehesten wird dieser Begriff für „Gemütlichkeit“ verwendet. In diesem Kontext wurde es vor allem durch skandinavische Möbelhäuser „importiert“, um mit dem Gefühl der Gemütlichkeit den Umsatz der angebotenen Einrichtungsgegenstände anzukurbeln. Es hat aber auch andere Bedeutungen. Als Verb bedeutet hygge so viel wie „sich etwas Gutes tun“, „sich ablenken“ oder „es sich gemütlich machen“. Das zugehörige Adjektiv lautet „hyggelig“ (gesprochen „hüggeli“) und bedeutet entsprechend „gemütlich“, „geborgen“, „Wohlbefinden verbreitend“.

Vor allem aber, steht Hygge in Dänemark für eine Lebensphilosophie. Also für weit mehr, als die gemütliche Einrichtung des Eigenheims. Es geht darum, die Glücksmomente zu suchen, zu finden und diese im Alltag bewusst zu genießen. Insgesamt mit positivem Blick und wohligen Gedanken durchs Leben zu gehen. Ich finde: Das ist eine tolle Lebensphilosophie!

Und sie wirkt: Im World Happiness Report belegt Dänemark seit Jahren immer wieder Spitzenplätze.

Das Positive wahrnehmen und genießen

Dabei unterscheidet sich das Leben in Dänemark nicht sonderlich von dem in Deutschland.  Auch die Dänen werden täglich mit Unmengen von Impulsen konfrontiert. Etwa bei Begegnungen mit anderen Menschen, die durch Verhalten, Gestik, Mimik, Wortwahl positive wie auch negative Gefühle antriggern. Das Gleiche gilt für die Fülle an Informationen, Fakten und Nachrichten. Angesichts dieser Flut an Eindrücken kommt es auf die Wahrnehmung und innere Haltung an. Worauf fokussieren wir uns – und vor allem: Wie bewerten wir das, was wir wahrnehmen?

Hygge ist als Lebensphilosophie und Glückskonzept mit einer gewissen Häuslichkeit verbunden. Gerade die Adventszeit ist ideal, um es sich zu Hause bei warmem Kerzenlicht in wohltuender Atmosphäre gemütlich zu machen und sich selbst etwas ganz Kostbares zu schenken: eine ruhige Zeit. Nutzen Sie den Abend auf der Couch doch mal, um an Ihrer inneren Haltung zu arbeiten und sich bewusst auf die positiven Erlebnisse des Tages zu fokussieren!

Eine positive innere Einstellung hilft uns, Dinge schneller zu akzeptieren, Lösungen zu entwickeln und dem Leben so zuversichtlich wie hoffnungsvoll zu begegnen.

In diesem Sinne möchte ich die folgende Geschichte mit Ihnen teilen. Verbunden mit dem Wunsch, dass sie Ihnen auch im aktuellen Umfeld Vertrauen und Zuversicht schenkt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und natürlich viel Hygge zur Advents- und Weihnachtszeit ?!  Denn: Hygge & Weihnachten – Das passt?!

Bleiben Sie zuversichtlich, voller Vertrauen, neugierig und stets gesund!

Ludwika Fichte

Mal sehen – denn wer weiß? – Eine weise Geschichte

Es war einmal ein alter Mann in einem kleinen chinesischen Dorf. Er lebte dort zusammen mit seinem einzigen Sohn in einer kleinen Hütte. Ihr einziger Besitz war ein wunderschöner Hengst, um den sie im Dorf reichlich beneidet wurden. Es gab unzählige Kaufangebote, die jedoch immer strikt abgelehnt wurden. Das Pferd war unersetzlich bei der Erntearbeit, und es gehörte zur Familie, fast wie ein Freund.

Eines Tages war der Hengst verschwunden. Nachbarn kamen und sagten: „Du Dummkopf, warum hast du das Pferd nicht verkauft? Nun ist es weg, die Ernte ist einzubringen, und du hast gar nichts mehr, weder Pferd noch Geld für einen Helfer. Was für ein Unglück!“ Der alte Mann schaute sie an und sagte nur: „Unglück – Mal sehen, denn wer weiß? Das Leben geht seinen eigenen Weg, man soll nicht urteilen, sondern kann nur vertrauen.“

Das Leben musste nun ohne Pferd weitergehen, und da die Erntezeit anstand, war das mit gehörigen Anstrengungen für Vater und Sohn verbunden. Es war fraglich, ob sie es schaffen würden, die gesamte Ernte einzubringen.

Ein paar Tage später war der Hengst wieder da, begleitet von einem Wildpferd, das sich dem Hengst angeschlossen hatte. Die Leute im Dorf waren begeistert. „Du hast Recht gehabt“, sagten sie zu dem alten Mann. Das Unglück war in Wirklichkeit ein Glück. Dieses herrliche Wildpferd als Geschenk des Himmels, nun bist du ein reicher Mann…“ Der Alte sagte nur: „Glück – Mal sehen, denn wer weiß? Das Leben geht seinen eigenen Weg, man soll nicht urteilen, sondern kann nur vertrauen.“

Die Dorfbewohner schüttelten den Kopf über den wunderlichen Alten. Warum konnte er nicht sehen, was für ein unglaubliches Glück ihm widerfahren war? Am nächsten Tag begann der Sohn des alten Mannes, das neue Wildpferd zu zähmen und zuzureiten. Beim ersten Ausritt warf ihn dieses so heftig ab, dass er sich beide Beine brach. Die Nachbarn im Dorf versammelten sich und sagten zu dem alten Mann: „Du hast Recht gehabt. Das Glück hat sich als Unglück erwiesen, dein einziger Sohn ist jetzt ein Krüppel. Und wer soll auf deine alten Tage für dich sorgen?‘ Aber der Alte blieb gelassen und sagte zu den Leuten im Dorf: „Unglück – Mal sehen, denn wer weiß? Das Leben geht seinen eigenen Weg, man soll nicht urteilen, sondern kann nur vertrauen.“

Es war jetzt alleine am alten Mann, die restliche Ernte einzubringen. Zumindest war das neue Pferd soweit gezähmt, dass er es als zweites Zugtier für den Pflug nutzen konnte. Mit viel Schweiß und Arbeit bis in die Dunkelheit, sicherte er das Auskommen für sich und seinen Sohn.

Ein paar Wochen später begann ein Krieg. Der König brauchte Soldaten, und alle wehrpflichtigen jungen Männer im Dorf wurden in die Armee eingezogen. Nur den Sohn des alten Mannes holten sie nicht ab, denn den konnten sie an seinen Krücken nicht gebrauchen. „Ach, was hast du wieder für ein Glück gehabt!“‚ riefen die Leute im Dorf. Der Alte sagte: “ Mal sehen, denn wer weiß? Aber ich vertraue darauf, dass das Glück am Ende bei dem ist, der vertrauen kann.“

Geschichte aus China. Verfasser: Unbekannt

„Irgendwas ist immer“ – Von der hohen Kunst der Akzeptanz & von dem Spiegelei

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„Irgendwas ist immer“ – Von der hohen Kunst der Akzeptanz & von dem Spiegelei

„Irgendwas ist immer!“ Als Postkarte ziert dieser Spruch so manchen Büroschrank oder Schreibtisch. Vielleicht auch Ihren? Der Spruch ist zutreffend, denn er visualisiert, dass es schlicht normal ist, immer wieder auch mit ungeplanten Ereignissen konfrontiert zu werden. Und wer sich dem bewusst ist, den wirft etwas Unerwartetes weniger stark aus der Bahn.

Der kurze Satz allein – und ist er noch so prägnant im Blickfeld positioniert – hilft in der Praxis allerdings den wenigsten Menschen. Wie ist es bei Ihnen? Was passiert, wenn Ihnen unerwartete Dinge widerfahren? Wenn langjährige und lukrative Kunden sich von Ihnen abwenden, weil die Konkurrenz um die Ecke mit schmalem Leistungsumfang, dafür aber mit großem Nachlass ködert? Oder Ihre Führungskraft Ihnen Stress macht, weil manche Aufgaben (angeblich) nicht schnell oder gut genug erledigt werden. Oder Ihr Leistungsträger im Team kündigt und geht zur Konkurrenz? Gelingt es Ihnen, in solcher Situation entspannt zum Tagesgeschäft überzugehen, um in einem Zustand völliger Gelassenheit „irgendwas ist immer“ Ihren Frühstückskaffee zu trinken? Viel wahrscheinlicher ist vermutlich, dass Sie sich ärgern. Vielleicht sind Sie frustriert oder sogar wütend. Möglicherweise empfinden Sie geringe Wertschätzung oder fühlen sich gar persönlich unfair behandelt.

Emotionen – die Würze des Lebens

Sich in solchen Situationen zu ärgern, frustriert oder wütend zu sein, ist psychologisch gesehen die normalste Sache der Welt. Diese Aussage hilft zwar nicht unmittelbar, ist aber dennoch tröstlich. Denn sie zeigt auf: Es ist normal. Wir Menschen reagieren auf Misserfolge, Rückschläge oder Niederlagen nun mal mit negativen Emotionen. Und in der Regel beginnen wir erst deutlich später – nämlich dann, wenn wir erkennen, dass nichts mehr zu ändern ist – die Situation nach und nach zu akzeptieren.

Die hohe Kunst der Akzeptanz besteht darin, den Zeitraum, in dem Wut und Frustration die Oberhand haben, schnell zu verlassen. Sich nach einem überraschenden und unangenehmen Szenario (wie etwa einer Beschwerde über Ihre Arbeitsleistungen) also tatsächlich mit „freiem Kopf“ und voller Energie den Aufgaben zuzuwenden, die in Ihnen positive Emotionen hervorrufen.

Resilienz – Am Anfang steht die Akzeptanz

Akzeptanz ist einer der sieben Schutzfaktoren unserer Resilienz, also unserer psychischen Widerstandsfähigkeit. In vielen Workshops und Coachings ist sichtbar, dass gerade dieser Faktor häufig das schwächste Glied in der Kette der sieben Schutzfaktoren ist. Eine gute Nachricht: wir können etwas dagegen unternehmen und diesen Schutzfaktor stärken.

Aber wie kann man nun daran arbeiten? Hier sind meine Tipps, um unangenehme und überraschende Veränderungen schneller zu akzeptieren:

  • Wenn uns der Atem stockt, wir flach atmen oder hyperventilieren, können wir nicht mehr klar denken. Darum: Steuern Sie die Atmung, indem Sie durch die Nase ein- und durch den fast geschlossenen Mund langsam ausatmen. Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden so viel schneller abgebaut. Mehrmals wiederholen. Nichts weiter. Unseren Atem haben wir immer dabei!

  • Emotionen machen uns Menschen aus. Sie gehören zum Leben. Halten Sie sich an der Zuversicht fest, dass diese Gefühle wieder abklingen werden. Vor allem dann, wenn sie konstruktiv daran arbeiten.

  • Zum Beispiel: „Es ist, wie es ist!“, „Dann ist das eben so!“, „Ich weiß, es geht vorbei“.

  • Solche Bilder haben eine große mentale Kraft. Wenn Sie eine geeignete Metapher abrufen können, stärkt es Ihre Akzeptanz und Handlungsfähigkeit. Beispielsweise ein Stehaufmännchen, einen Löwenzahn der (auch zwischen Betonplatten) immer wieder nachwächst, einen Bambus, der biegsam und flexibel jedem Sturm trotz, ein Gladiator der sich durch die Arena kämpft, oder, oder, oder…

  • Versuchen Sie, bewusst die Chance zu sehen, die sich aus der negativen Situation ergibt. Der Kunde hat gekündigt? Vielleicht ist das eine Chance. Sie haben Zeit, sich nun um andere Kunden zu kümmern, die mehr Umsatz bringen (und Sie haben definitiv keine stressigen Telefonate mehr mit dem Kunden, der gekündigt hat). Oder Sie können Ihre eigene berufliche Entwicklung wieder vorantreiben. Ihre Führungskraft macht Ihnen Stress? Vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt, um ein klärendes Gespräch über gegenseitige Erwartungen, Wünsche etc. zu führen? Ihr Leistungsträger hat gekündigt? Vielleicht fokussieren Sie einen hoffnungsvollen Potenzialträger in Ihrem Team, den Sie bisher nicht im Blick hatten und den Sie nun entwickeln werden.

  • Fokussieren Sie Ihre Gedanken auf das Bild eines Spiegeleis. Ja, Sie haben richtig gehört. Ein Spiegelei.

Ich möchte gern aufklären, was es damit auf sich hat. Visualisieren Sie also ein Spiegelei.

Das Eiweiß symbolisiert Ihre Interessenzone. Das Eigelb in der Mitte ist die Einflusszone. (siehe auch „Circle of concern“ oder “circle of Influence“ nach Stephen Covey).

Das Eiweiß steht für das, was Sie belastet und für Ihre Interessen. Natürlich möchten Sie die Dinge verändern und nicht einfach akzeptieren. Sie möchten Ihren Kundenbestand entwickeln und keine Kunden verlieren. Sie möchten von Ihrer Führungskraft Anerkennung für Ihre Leistungen, bestmögliche Unterstützung, und Vergütung. Und wenn Ihr Vermieter die Miete erhöht, ohne eine Zusatzleistung zu erbringen, können Sie sich darüber tagelang ärgern …

Aber machen Sie sich bitte klar: All das fällt in Ihren Interessenbereich (das Eiweiß). Es liegt aber gleichzeitig in der Einflusszone eines anderen. Ihr Kunde entscheidet, ob er einen Vertrag abschließt oder vielleicht kündigt. Ihre Führungskraft entscheidet Höhe und Umfang Ihrer Vergütung, der Leistungsträger in Ihrem Team entscheidet, ob er geht oder bleibt und Ihr Vermieter entscheidet über die Anhebung der Miete.

Fokussieren Sie „Ihr Eigelb“. Was können Sie konkret tun? Kleiner Tipp: Die Punkte 1-5 sind alle in Ihrer Einflusszone. Mit freiem Kopf lässt sich dann effektiver unterscheiden, was Sie tatsächlich selbst tun können. Mit dem Fokus auf den eigenen Einflussbereich verlassen Sie die „Opferrolle“. Die Dinge passieren Ihnen nicht. Sondern Sie gestalten aktiv die Dinge. Nebeneffekt: Je konsequenter Sie an Ihrer Einflusszone (dem Eigelb) arbeiten, desto größer wird dessen Relevanz, und der Anteil der reinen Interessenzone (Eiweiß) wird sukzessive kleiner. Sie können daran arbeiten, eine sehr gute Kundenbeziehung aufzubauen, Sie können Ihrer Führungskraft zeigen, wie engagiert Sie sind, Sie können sich weiterentwickeln, um neue Aufgaben zu übernehmen und damit die Führungskraft überzeugen Ihnen mehr Geld zu bezahlen, als Führungskraft können Sie Ihr Bestes tun, damit sich die Leistungsträger bei Ihnen im Team wohl und gefördert und wertgeschätzt fühlen, Sie können mit dem Vermieter sprechen und eigene Sicht der Dinge darstellen oder Sie können einfach eine neue Wohnung suchen und finden. Das ist Ihr Einflussbereich. Die Entscheidungen, die dann die anderen Personen treffen, ist Ihr Interessenzone. Hier hilft die Akzeptanz.

Auch wenn der Weg steinig und anstrengend ist: Es lohnt sich wirklich, an dem Schutzfaktor „Akzeptanz“ zu arbeiten, denn je schneller wir die Dinge akzeptieren, die wir gerade nicht ändern können, desto eher erlangen wir wieder das Gefühl der Kontrolle und der Freiheit.

Lassen Sie sich nicht auf Dauer von Ihren Gefühlen regieren, sondern nehmen Sie das Zepter selbst in die Hand. Konzentrieren Sie sich auf das „Eigelb“ – den “Circle of Influence“, Ihren Einflussbereich.

Bleiben Sie dadurch handlungsfähig und lösungsorientiert. Denn Sie wissen doch: Irgendwas ist immer. ?

Ludwika Fichte

Schlaf Kindchen schlaf… … und bitte: auch Mama und Papa! Aber wie?

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Schlaf Kindchen schlaf… und bitte: auch Mama und Papa! Aber wie?

Tief und entspannt schlafen wie ein Kind. Davon können viele Erwachsene oft nur träumen. Ein-, und Durchschlafstörungen nehmen leider permanent zu. Dies beeinträchtig wiederum die Leistungsfähigkeit am Tag. Zugegeben – gerade bei Babys ist es mit dem Ein-, und Durchschlafen nicht immer ganz einfach. Ab dem Kindesalter schlafen die meisten unserer Sprösslinge in den Ruhephasen jedoch tief und fest.

Das Thema Schlaf beschäftigt mich seit langer Zeit immer wieder mal, denn es gehört zu einem gesunden Leben in Balance einfach dazu.

Autor Shawn Stevenson behauptet in seinem Buch „Jeder Mensch kann schlafen lernen“, dass die Grundlagen für einen gesunden Schlaf in der Nacht bereits am Morgen beim Aufwachen gelegt werden.

Weshalb ist das so?

Der Schlaf-Wachrhythmus ist ein so genannter zirkadianer Rhythmus (d.h. eingestellt auf ca. 24 Stunden) und wird durch das Sonnenlicht beeinflusst. Das frühe Sonnenlicht, das (auch am bewölkten Tagen) direkt nach dem Sonnenaufgang entsteht, wird dabei besonders gut von der Netzhaut unserer Augen aufgenommen. Dadurch werden wir schneller wach. Die Produktion von Hormonen, wie Serotonin und Cortisol wird angekurbelt und das macht uns leistungsfähig und kreativ.  Serotonin bildet abends die Grundlage für die Ausschüttung von Melatonin. Das Melatonin wiederrum sendet dem Gehirn Signale, um den Schlaf vorzubereiten.

Das Sonnenlicht beeinflusst gleichzeitig vormittags den Aufbau und nachmittags den Abbau von Cortisol. Dieser Cortisol- Zyklus ist wichtig, um tagsüber mit genug Energie versorgt zu werden, um all die Aufgaben, die uns den Tag hindurch begleiten erfolgreich bewältigen zu können. Der sinkende Cortisol Spiegel ebnet am späten Nachmittag und in den Abendstunden den Weg für die Melatonin Ausschüttung. Ganz schön kompliziert unser Hormonhaushalt.

Diese innere biologische Uhr hat sich Laufe der Evolution entwickelt. Als es noch kein künstliches Licht gab, war man auf den natürlichen Hell-Dunkel Rhythmus angewiesen.  Im heutigen Umfeld, in dem es diese Einschränkungen nicht gibt, tickt unsere biologische Uhr trotzdem noch immer so wie vor vielen Tausend Jahren.

Um erholsam zu schlafen, gilt es also Strategien zu entwickeln, die mit dieser inneren Uhr abgestimmt sind.

Wie?

  • Selbst an bewölkten Tagen nimmt Ihr Körper eine zehnfach höhere Menge an wichtigen UVA und UVB Strahlen draußen auf, als im Büro.

    Bauen Sie auch kurze Spaziergänge in Ihren Berufsalltag ein. Etwa in den Pausen oder eine etwas längere Runde am Abend. Hundebesitzer sind dabei ein klein bisschen im Vorteil, denn die vierbeinigen Freunde machen unabhängig vom Wetter deutlich, dass mit dem Hund auch der innere Schweinehund von Herrchen oder Frauchen nach draußen geht.  Auch Sport – am besten an der frischen Luft – ist für den gesunden Schlaf sehr förderlich. Sport baut Stresshormone ab, regt Verdauungsprozesse und Zellerneuerung an, baut Muskeln auf und trainiert die Ausdauerfähigkeit des Herzens.

  • Wie würden Sie Ihr Schlafzimmer bezeichnen? Gleicht es eher dem Lagerraum einer Media Markt Filiale (mit TV, Laptop, Radio, Handy) oder können Sie das Schlafzimmer als echten Entspannungsort bezeichnen?

    Wenn das nicht der Fall ist, empfehle ich den Status Quo zu überdenken. Verbannen Sie die „Mediamarkt-Geräte“ in ein anderes Zimmer, und schaffen Sie sich eine Schlafumgebung frei vom blauen Licht und elektromagnetischen Feldern. Sorgen Sie für genug frische und kühle (nicht kalt!) Luft und Luftfeuchtigkeit. Richten Sie das Schlafzimmer so ein, dass es beruhigend und entspannend auf Sie wirkt. Ziehen Sie regelmäßig frische Bettwäsche auf und überlegen Sie, ob Ihnen Ihre Matratze guttut. Wenn Sie beispielsweise immer wieder mit Rückenschmerzen aufwachen, wäre es vermutlich an der Zeit, über die Anschaffung einer neuen Matratze nachzudenken.

    Was können Sie abends tun, um besser Einzuschlafen und erholsam durchzuschlafen?

    Ich mache es hier kurz.

    1. Essen
    2. Sport
    3. Alkohol

    Der Körper braucht Ruhe, um zur Ruhe zu kommen. Nahrung und Sport treiben den Stoffwechsel an und die „Maschinen des Körpers“ arbeiten auf Hochtouren.

    Genauso ist es mit Alkohol. Klar, Alkohol macht müde, beschert allerdings qualitativ schlechten Schlaf. Alkohol bringt unseren Hormonhaushalt durcheinander und wirkt oft harntreibend. Häufigeres aufstehen (und nicht sofort wieder einschlafen können) sind die Folge und verhindern, dass der Körper sich erholen kann, um Kraft für den nächsten Tag zu sammeln.

  • Wir haben leider (oder vielleicht glücklicherweise?) keinen Knopf, den wir drücken können, um einzuschlafen.  Unsere physiologischen Funktionen beruhigen sich, wenn wir:  …zur Ruhe kommen (was für eine Überraschung ?).

    Dabei könnten Sie für die Ruhe und Entspannung sorgen indem Sie bspw.

    • ein echtes (ohne blaues Licht) Buch lesen (das Sie entspannt)
    • entspannte Musik hören
    • ein entspanntes Bad nehmen
    • Entspannungsübungen/ innere Entspannungsbilder nutzen
    • Dankbar sind für die guten Dinge, die am Tag passiert sind

    Und was können Sie tun beim nächtlichen Aufwachen –besonders wenn Grübel-Gedanken einen Gedanken-Karussell im Kopf verursachen?

  • Falls Sie nachts eine To-Do Liste für nächsten Tag im Kopf entwickeln: schreiben Sie alles auf (ein Zettel mit einem Stift neben dem Bett ist dafür sehr empfehlenswert). Schauen Sie bitte auch nicht auf die Uhr. Damit können Sie sich ganz schön unter Druck setzen, wenn Sie sehen, wie viele (immer weniger) Stunden Sie noch haben, bis der Wecker losgeht.

    Manchmal lassen sich die Gedanken über das am Tage erlebte nicht abschütteln. Gerade nachts fällt einem dann ein, wie sich Situation A oder B hätte besser lösen lassen. Man sitzt in einem „hätte, hätte“ Gedanken-Karussell und kann nicht stoppen.

    Was tun?

    Zuerst bleiben Sie im Dunkeln (Licht macht uns wach) und öffnen Sie Ihre Augen. Allein dadurch wird das Gedanken-Karussell an Fahrt verlieren. Nutzen Sie eine sog. „Stopp-Technik“. Wie? Sagen Sie sich energisch mit Ihrer inneren Stimme „STOPP“! Und dann nutzen Sie einen schlafförderlichen Gedanken, um wieder einzuschlafen.

    Beispielsweise „Ich schlafe gut und ohne Sorgen – erwache frisch und gestärkt am Morgen.“, oder „Einschlafen-durchschlafen-Ruhe“ oder „Schlaf gleichgültig, Ruhe wichtig“. Wiederholen Sie den Gedanken mit Ihrer inneren Stimme immer wieder, immer wieder, bis Sie vor lauter Müdigkeit wieder einschlafen. Wenn das Gedanken-Karussell zurückkommt, können Sie es mit „Ihrem“ förderlichen Gedanken erneut „vertreiben“.

    Es ist zwar „Arbeit“, aber nichts tun ist nicht erholsam. Und das wissen Sie aus Erfahrung vom nächtlichen Aufwachen.

  • Wir können unseren Schlaf nicht erzwingen. Schlaf ist eine „Gnade“. Und je mehr wir uns unter Druck setzen und einschlafen wollen, umso weniger klappt es. Es ist viel förderlicher die eigene Haltung zu überdenken und anstatt zu sagen „Ich muss schlafen“, ist es entspannter die Haltung in „Ich darf schlafen“ oder „Ich gönne mir den Schlaf“ umzulenken.

    Lassen Sie den Schlaf geschehen und machen Sie sich nicht verrückt, wenn er sich nicht direkt so einstellt, wie Sie es wollen. Falls bei Ihnen keine organischen Schlafstörungsprobleme vorliegen (das sollten Sie bei einem Arzt abklären lassen) wird Ihr Körper Sie irgendwann zu Ruhe bringen. Besonders dann, wenn Sie Ihrem Körper günstige Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen. Manchmal hilft dann der Gedanke „Nach einer schlechten Nacht kommt eine gute Nacht – mit einem tiefen und erholsamen Schlaf“. Und die kommt. Garantiert.

    Fangen Sie an, die Strategien für Ihren gesunden Schlaf Schritt für Schritt umzusetzen. Beginnen Sie mit kleinen Schritten und bleiben Sie dran. Ihr Körper wird sich mit Sicherheit dafür bedanken. Mit tiefem, erholsamem und schlussendlich gesundem Schlaf.

Schlafen Sie tief und gesund, bleiben Sie gesund und stets neugierig.

Ludwika

Foto von Andrea Piacquadio von Pexels

Mäuse, Lockdown & absolute Stille

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Mäuse, Lockdown & absolute Stille

Absolute Stille ist in unserer Gesellschaft – selbst in Lockdown-Zeiten – ein rares Gut geworden. Und häufig ist sie auch gar nicht gewünscht. Doch warum ist das so? Stille ist nicht produktiv, es passiert nichts in der Stille.

In unserer sich ständig optimierenden digitalen Gesellschaft, möchten wir in Bewegung bleiben. Sowohl geistig als auch körperlich und so nutzen viele Menschen jede freie Minute, um Nachrichten zu lesen, Social Media zu durchforsten, eigenes Self-Marketing auf Instagram & Co zu fördern, ein Buch zu lesen oder einen Podcast zu hören. Auf Sie trifft nichts dergleichen zu? Dann sind Sie vielleicht Jemand, der freie Zeit nutzt, um schnell mal ein Telefonat zu führen,  auf die Schnelle eine Besorgung im Onlineshop erledigt, eine private E-Mail verschickt,  Sport treibt oder einfach zur Entspannung in einem Handyspiel oder im Fernsehprogramm versinkt. Sie sehen: Die Liste der Tätigkeiten, die wir in einer „freien“ Minute mal eben nebenbei machen, ist lang.

Es scheint, als möchten wir förmlich keine Minute unseres Lebens ungenutzt lassen um auf dem Laufenden zu bleiben, etwas dazu zu lernen, fit zu werden und uns  gesellschaftlich „im Spiel“ zu halten.

Diese Selbstoptimierung hat längst auch Jugendliche und Kinder erreicht. Noch vor der Pandemie war der Wochenkalender bei vielen Kindern komplett ausgebucht. Zwischen den Fußball-, Handball- oder Volleyballtrainings haben die Kinder beispielsweise Nachhilfe erhalten, ein Instrument erlernt oder sich einfach mit Freunden verabredet, um gemeinsame Zeit zu verbringen.

Die vergangenen zwölf Monate haben bei uns allen, inklusive der Kinder & Jugendlichen, viele Aktivitäten unmöglich gemacht und gerade im motorischen Bereich, einige (hoffentlich reparable) Einbußen zu Tage getragen.

Auf der anderen Seite der Medaille hat die Zeit der Pandemie viele Menschen zu einer ungewollten Ruhe gebracht. Zu weniger oder gar keine Aktivitäten. Das kann –  wie immer im Leben – sowohl Fluch als auch Segen sein. Lassen Sie uns gemeinsam die „Segen-Seite“ anschauen. Ganz nach dem Motto „Was ist das Gute am Schlechten?“.

Das ist auch ein Grund dafür, dass wir qualitativ viel besser schlafen, wenn um uns herum eine nächtliche Stille herrscht.

Viele Menschen berichten über mehr Ruhe und weniger Freizeitstress in der Corona-Zeit. Zugegeben: Die „erzwungene“ Ruhe, wurde mancherorts schnell durch andere (digitale) Aktivitäten ersetzt.  Netflix & Co., wie auch der heimische Computer haben hier und da sicherlich höhere Nutzerzeiten erzielt als ja zuvor. Es gibt aber auch Positives zu berichten. Vielen Menschen haben die eigene Umgebung neu entdeckt und sind viel in der Natur unterwegs. Etwa beim Radfahren, Spazieren oder Wandern. Dabei entdecken Sie die Ruhe neu und vielleicht ab und an auch absolute Stille. Stille ist dann, wenn akustische Reize abgeschaltet bleiben. Und: Stille ist besonders wertvoll.

Dennoch wird Stille oft gemieden. Stille erscheint wenig erstrebenswert. Geradezu langweilig. Es gibt Menschen, die nicht gut ertragen können, wenn während eines Gesprächs ein stiller Moment auftritt. Sie fühlen sich unwohl. Besonders, wenn dies in Dialogen mit eher unbekannten Menschen (bspw. beruflich) aufritt. Aber gerade Stille – und viele Experimente & Studien belegen das – ist besonders gut geeignet, um tiefe Entspannung zu erreichen und Regeneration zu fördern.

Wenn es gelingt, akustische Reize auch tagsüber immer wieder ausschalten, dann regeneriert sich unser Organismus viel besser, unsere Gedanken nehmen freien Lauf und mittelfristig wird der Cortex im Bereich des Stirnhirns dicker und somit besser ausgebildet. Diese Region des Gehirns ist für die Kontrolle des eigenen Handelns und unsere Entscheidungen wichtig. Gleichzeitig steigt nach stillen Momenten unsere Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisleistung und auch die Kreativität. Wenn das nicht ausreichende Gründe sind, um die Stille neu zu entdecken? Ich meine: Ja!

Nun trägt dieser Blogbeitrag die Überschrift: Mäuse, Lockdown & absolute Stille. Und Sie fragen sich vielleicht zu Recht: Was haben die Mäuse mit dem ganzen Thema zu tun?

In einem neurologischen Experiment hat man eine Gruppe von Mäusen für jeweils 2 Stunden pro Tag einer Dauerbeschallung ausgesetzt und eine andere Gruppe akustischer Deprivation – sprich: absoluter Stille. Bereits nach sieben Tagen wiesen nur die Mäuse mehr Nervenzellen auf, die zwei Stunden pro Tag von jeglichen Geräuschen abgeschirmt waren. Die Wissenschaftler haben noch nicht den Nachweis erbracht, dass diese Effekte auch bei Menschen erreicht werden. Aber weswegen sollte unser Gehirn sehr anders reagieren?

„In der Ruhe liegt die Kraft“ – sagt ein Sprichwort. Und dafür gibt es eindeutig viele wissenschaftliche Belege. Wenn dabei auch die Nervenzellen schneller wachsen, dann ist die Zeit der Stille sogar eine sehr produktive Zeit. Stille hilft uns, gesund an Körper und Geist zu bleiben.

Was können Sie tun, um die Stille neu zu entdecken und diese („produktiv“) zu genießen? In der Freizeit ist es einfacher, aber beruflich scheint es oft eine Herausforderung zu sein.

Ich empfehle für den beruflichen Alltag so genannte „Mini-Pausen“. Das sind kurze Übungen, die in der Stille geübt werden und die Ihre eigene innere Stille fördern:

Wie das funktionieren kann? Hier zwei erste Mini-Übungen zum Nachmachen:

  1. Ein stiller Moment – Setzen Sie sich bequem hin. Lehnen Sie sich zurück, schalten Sie alle akustischen Reize aus, schließen Sie die Augen um auch visuelle Reize abzuschalten. In dieser angenehmen Position achten Sie eine Minute lang auf Ihren Atem. Sie können alternativ Ihre Atemzüge zählen und zwar bis 16. Die meisten Leute haben ca. 14 bis 16 Atemzüge pro Minute, so dass Ihr stiller Moment etwa eine Minute dauern wird. Sie können diese Mini-Pause natürlich individuell länger machen, aber bitte bleiben Sie mindestens eine Minute dabei.
  2. Ein Mini-Urlaub – Schirmen Sie sich so weit es geht von jeglichen akustischen Reizen ab, setzen Sie sich auf die Kante Ihres Stuhls, strecken Sie die Beine aus und die Arme in die Höhe. Schließen Sie Ihre Augen und dehnen Sie sich gemütlich, so dass Ihr Rücken leicht gestreckt und dadurch besser durchblutet wird. Denken Sie dabei an Ihren nächsten Urlaub (der irgendwann kommen wird) oder an den Letzten (oder an einen schönen Moment an den Sie sich sehr gerne erinnern). Genießen Sie die Gedanken und die Dehnungsübung in der Stille mindestens eine Minute lang.

Das sind die ersten Beispiele. Bald stelle ich kurze Videos mit Mini-Übungen auch auf meiner Website zur Verfügung. Lassen Sie sich überraschen und inspirieren.

Ob Ihr „Weg zur Ruhe“ über die Mini-Übungen führt, oder Sie ihn für sich auf anderen Wegen finden.  Ich wünsche Ihnen in jedem Fall viele Momente der Stille – denn Stille ist sehr lohnenswert!

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.

Ludwika

Foto von Monique Laats von Pexels

Gesundes Arbeiten im Home-Office – die vier besten Strategien

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Gesundes Arbeiten im Home-Office – die vier besten Strategien

Da ich seit vielen Jahren eine, wie ich finde, angenehme Situation genieße, weil ich hauptsächlich in meinem Home-Büro arbeite, lag mir der Gedanke fern, dass ein Home-Office ungesund sein kann.

Ich reise grundsätzlich sehr viel (wenn gerade kein neues Virus unterwegs ist), weil ich etliche Teamworkshops und Coachings vor Ort für meine Kunden durchführe. Aus diesem Grund genieße ich jeden Tag, den ich in meinem Home-Office verbringe. Ich kann in Ruhe Konzepte schreiben, Online-Coachings durchführen und in den Pausen sogar ein bisschen was in den eigenen vier Wänden erledigen, was ich auch genieße. Schließlich bin ich sonst viel auf Reisen und in Hotels.

Am Anfang der Pandemie habe ich enthusiastische Äußerungen von vielen Freunden gehört, wie schön es im Home-Office sei. Viele Menschen haben jahrelang in engen Büros mit vielen Störungen gearbeitet – laut telefonierende, mitunter schimpfende Kolleginnen und Kollegen, die obendrein in unpassenden Momenten „mal eine kurze Frage“ hatten. Da waren auch die Chefs, die unerwartet zusätzliche „ganz dringende und wichtige“ Aufgaben vorbeigebracht haben. Aus solchen Gründen empfanden viele Menschen das Home-Office wie ein längst vergessenes Paradies.

Nach Monaten Home-Office in der Pandemie habe ich die Ergebnisse einer Studie der Technischen Hochschule in Chemnitz zum Thema „Psychische Belastungen im Home-Office“ gelesen und wurde hellhörig.

Dr. Bertolt Meyer von der TU Chemnitz fand heraus, dass „…fließende Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben viele Menschen belasten“. Dabei haben rund 60 Prozent der Befragten, die von Zuhause aus arbeiten, angegeben, dass die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben im Homeoffice verschwimmen und mehr als jede vierte (27 Prozente) das als Belastung empfindet.

Dabei sind Frauen im Durchschnitt stärker emotional erschöpft, wenn Kinder im Haushalt zu betreuen sind und es an sozialer Unterstützung durch Kollegen oder einen Partner fehlt.

Nach privaten Recherchen habe ich erfahren, dass viele Menschen das vermeintliche Paradies langsam nervt, weil sie „draußen“ keinen Zufluchtsort vor häuslichen Herausforderungen finden und weil ein spontaner sozialer Austausch mit Arbeitskollegen/innen fehlt.

Mein Fazit: Zu viel Home-Office kann tatsächlich krankmachen. Da viele Menschen jedoch noch ein paar Wochen – oder sogar Monate – diese Situation aushalten sollen, habe ich ein paar Tipps für ein gesünderes Home-Office zusammengestellt.

  • Schaffen Sie, soweit es Ihnen möglich ist, eine Grenze zwischen den beiden Lebenswelten.

    • Feste Morgen- und Abendroutinen einführen – Das könnte beispielsweise ein morgendlicher Spaziergang sein, der den Weg zur Arbeit simuliert. Auch morgendliche Umschaltrituale wie das Anziehen angemessener Bürokleidung (also keine „Pyjamahosen-Party“ vor dem Computer?) und eine Tasse Kaffee bei einem vereinbarten Online-Gespräch mit einer Lieblingskollegin/Kollegen können die Abgrenzung unterstützen. Um das Ende eines Arbeitstages einzuläuten, können Rituale wie das Zuklappen des Laptops (oder sogar „Verstecken“ des Laptops), das Schließen der Tür zum Arbeitszimmer und erneut ein kleiner Spaziergang, der nun den Heimweg simuliert, hilfreich sein. Falls es Ihnen durch solche Routinen jedoch zu viel der gewonnenen Flexibilität verloren geht, dann beobachten Sie sich und finden heraus, wie viel Struktur für das eigene Wohlbefinden notwendig ist.
    • Arbeits- und Pausenzeiten festlegen, einhalten und öffentlich kommunizieren –  Um fließende Übergänge zwischen Arbeit und Privatleben zu minimieren oder ganz zu vermeiden, ist es empfehlenswert, feste Arbeits- und Pausenzeiten zu planen und diese dem Team und Vorgesetzten und auch der eigenen Familie mitzuteilen (z.B. Treffpunkt 12.30 zur Mittagspause). Auch wenn ich lieber abends arbeite, wenn die Kinder im Bett sind, sollte man dies mitteilen und einhalten. Damit legt man die eigene Erreichbarkeit fest und sorgt für weniger Stress bei  allen Beteiligten. Im Homeoffice könnte man die eigene Arbeitszeit individueller an den eigenen Rhythmus anpassen – zumindest mehr, als das im Büro  der Fall ist. Es ist dennoch wichtig für die eigene Gesundheit, dass Pausen und Feierabend festgelegt sind. Die oben genannte Studie zeigt nämlich, dass im Homeoffice häufiger Überstunden gemacht werden.
    • Räumliche Trennung von Arbeitsplatz und Privatemist das A und O für eine erfolgreiche Abgrenzung. Das kann private Unterbrechungen und somit den Stresslevel reduzieren. Ein Schild „Bitte nicht stören“ an der Tür kann dem Nachwuchs als Erinnerung dienen, damit niemand einfach „reinplatzt“, wenn Sie gerade ein wichtiges Gespräch führen. Ein separater Arbeitsplatz fördert die Konzentration auf den Job und bei Pause und Feierabend das „Abschalten“. Sofern kein Arbeitszimmer vorhanden ist, bieten sich alternativ Raumtrenner bzw. Sichtschutzmöglichkeiten an, etwa in Form von einem Schrank oder einer etwas höheren Pflanze. Falls Ihnen nur Küche oder Wohnzimmer zur Verfügung stehen, sind feste Abschaltrituale umso wichtiger, um den Anfang und das Ende der Arbeit zu markieren (wie gesagt, den Laptop zuklappen oder verstecken?, Spaziergang, andere Kleidung, etc.). Und: versuchen Sie nie im Schlafzimmer zu arbeiten. Sonst kann es sehr schwer fallen, für die Nacht gedanklich abzuschalten. Falls es wirklich nicht vermeidbar ist – tragen Sie abends Ihren Laptop und ggf. Unterlagen in ein anderes Zimmer oder decken sie diese zu.
    • Raumklima beachten – schon vor der Corona-Zeit haben Forscher festgestellt, dass regelmäßiges Lüften unsere Leistungsfähigkeit erhöhen kann. Dabei ist die Lufttemperatur von ca. 20 bis 22 Grad für unser Denken sehr günstig. Pflanzen helfen bei der Regulierung der Luftfeuchtigkeit, Produktion von Sauerstoff und der Filterung von Schadstoffen wie Kohlenstoffdioxid und wirken sich daher positiv auf unser Wohlbefinden während der Arbeit aus.
    • Beleuchtung anpassen – schlechtes Licht kann unsere Augen strapazieren und die Denkleistung reduzieren. Die Lichtverhältnisse sollten wir an Sehvermögen anpassen, dabei Reflexionen, Spiegelungen und Blendungen vermeiden und für ausreichend Tageslichteinstrahlung sorgen, welche durch eine Deckenbeleuchtung und eine zusätzliche Schreibtischlampe (gerade in den dunklen Monaten) ergänzt werden kann.
    • Lärm reduzieren – wir sind leider nicht immer Herr/-in von Außengeräuschen, aber zumindest könnte man überlegen, was machbar ist und dies umsetzen (z.B. bei Telefonaten das Fenster schließen, der Familie die geplanten Zeiten für wichtige Telefonate nennen und um Ruhe bitten).
    • Arbeitsplatzstruktur bewusst schaffen – Um sich selbst nicht abzulenken, sollten nur die notwendigen Arbeitsmittel und -materialien griffbereit auf dem aufgeräumten Schreibtisch Platz finden. Dabei empfiehlt es sich, auf ein Übermaß an Dekoartikeln und persönlichen Gegenständen zu verzichten, um keine unnötigen Ablenkungen zu schaffen.
    • Fokuszeit festlegen– schirmen Sie sich mindesten einmal pro Tag für ein Zeitfenster ab (keine Anrufe annehmen, keine Emails sichten, etc.), um wichtigste und dringlichste Aufgaben morgens oder im Leistungshoch konsequent zu erledigen. Dies wird Ihnen enorm viel Stress abnehmen und am Ende des Tages werden Sie sich glücklicher und entspannter fühlen.
    • Routinearbeiten im Leistungstief erledigen
    • Ähnliche Aufgaben bündeln und gemeinsam bearbeiten (Telefonate, Recherchen, Einkäufe, Überweisungen, etc.)
    • Minipausen konsequent machen – Es geht hier um kurze Pausen zwischendurch von zwei bis vier Minuten, wo Sie drei Kontrasterlebnisse schaffen:
      1. Tätigkeitswechsel – machen sie kleine Dehnungsübungen/ Bewegungen, einfach etwas Anderes, als vor dem Computer zu sitzen.
      2. Inhaltswechsel – denken Sie an Ihr Wochenende, an das nächste Gartenprojekt, Urlaub, egal. Hauptsache, Sie stehen auf und lenken sich mit angenehmen Gedanken ab.
      3. Raumwechsel – gehen Sie weg von Ihrem Schreibtisch, gehen Sie in die Küche, auf den Balkon, in den Garten, in den Keller, egal. Hauptsache kurz weg vom Schreibtisch.
  • Soziale Unterstützung ist eine der wichtigsten menschlichen Ressourcen. Die Psychologin Emmy Werner hat bei Ihrer weltberühmten Hawaii Studie viele Jahre Kinder aus sozialen Risikofamilien begleitet und untersucht. Die Ergebnisse waren eindeutig. Alle Kinder, die mindestens eine Bezugsperson hatten, die an sie geglaubt hat, konnten trotz der widrigen Umstände ein hohes Maß an Resilienz entwickeln und ein erfolgreiches, glückliches Leben als Erwachsene führen. Unsere unterstützenden sozialen Kontakte sind somit entscheidend, ob wir ausgeglichen und psychisch gesund bleiben. Wie könnten wir es in der Pandemie Zeit mit „social distancing“ schaffen, die Kontakte auch aus dem Home-Office heraus aufrechtzuerhalten und zu pflegen?

    Die soziale und emotionale Unterstützung könnten wir etwa durch folgende Gewohnheiten erreichen:

    • Kooperationstandems erzielen – wir bilden mit einer Kollegin/Kollegen im Homeoffice ein Zweierteam (sinnvoll ist es, mit einem Menschen das Team zu bilden, der das gleiche Aufgabengebiet hat) und jederzeit ansprechbar bleibt.
    • Monatliche Wohlfühlstunden mit dem Team verabreden – um auch über andere Themen als To-Do‘s und operative Aufgaben zu sprechen (eine Führungskraft könnte mit dem Team u.a. über strategische Ziele sprechen und somit den Blick von „hier und jetzt“ in die Zukunft richten.)
    • Gemeinsame Kaffeepause zwischendurch mit einer Lieblingskollegin/Kollegen, allerdings überlassen Sie es nicht dem Zufall, sondern legen Sie z.B. per Outlook einen täglichen Termin fest.
    • Die privaten Kontakte außerhalb der Arbeit pflegen – zum Beispiel Spaziergänge, Wanderungen oder Treffen im Freien mit guten Freunden oder Bekannten, um mit denen über alle anderen Themen zu sprechen außer Arbeit.

Home- Office wird uns noch eine Weile  begleiten (und vielleicht wird es sogar zu einem festen Bestandteil unseres Arbeitslebens) und es lohnt sich darüber nachzudenken, wie Belastungen reduziert, Ressourcen aufgebaut und die eigene psychische Gesundheit gestärkt werden können.

Ich wünsche Ihnen dabei viele kreative Ideen, und bleiben Sie (auch im Home-Office) weiterhin zuversichtlich, neugierig – und gesund.

Ludwika

Ein Vorsatz für 2021: Persönliche Lebenssterne für einen eigenen klaren Horizont

Ein Vorsatz für 2021: Persönliche Lebenssterne für einen eigenen klaren Horizont 2508 1672 concepttomorrow

„Rüm hart – Klaar Kiming“ ist ein altes friesisches Sprichwort und bedeutet „Weites Herz, klarer Horizont“. Besonders der „klare Horizont“ kann, psychologisch betrachtet, ausgesprochen gut unsere innere Stärke stützen – die Resilienz. Diese Fähigkeit von uns Menschen, in belastenden und schwierigen Zeiten flexibel zu bleiben, nicht zu zerbrechen, schnell wiederaufzustehen und weiterzumachen (trotz widriger Umstände), ist in der COVID 19 – Pandemie besonders wichtig und hilfreich. Es ist somit mehr als empfehlenswert Zeit zu investieren, um an unserer psychischen Widerstandsfähigkeit zu arbeiten und sie auszubauen. Aber… wie geht das?

Vor allem mit einem der sieben Schutzfaktoren: „Reaching Out“. Auf Deutsch bedeutet es „Zukunftsorientierung“. Viel schöner könnte man jedoch den englischen Begriff mit „Nach den Sternen greifen“ übersetzen. Gerade für die mutigen Seefahrer, zu denen auch die Friesen zählten, waren Sterne von großer Bedeutung. In der Nacht haben sie den Seeleuten zuverlässig den Weg gezeigt, damit sie gesund nach Hause kommen konnten. Die Sterne strahlten Zuversicht und Hoffnung in jeder dunklen Nacht aus. Und solche „Sterne am Himmel“, die den Weg zeigen und somit einen „klaren Horizont“ gestalten, brauchen wir heute dringender denn je.  Sie geben uns Halt und die Klarheit an unserem persönlichen Horizont und lenken erfolgreich unsere Aufmerksamkeit von „hier und jetzt“ auf die Zukunft. Gerade dann, wenn sich wie gegenwärtig unser Leben in einer stürmischen und für viele von uns auch frustrierenden Phase befindet, helfen uns unsere Ziele, die wie Sterne leuchten, unseren eigenen Kurs zu halten.

Der Jahresanfang ist die Zeit der guten Vorsätze. Wie wäre es, wenn Sie sich diesmal Zeit für etwas wirklich Bedeutendes nehmen?! Für Ihre Lebenssterne, die Sie nicht nur durch den aktuellen „Pandemie – Sturm“, sondern auch durch viele zukünftige große und kleine Stürme zuversichtlich leiten? Viele Studien zeigen, dass wir viel besser ungewollte Veränderungen, belastende Lebenssituationen oder andere „Stürme“ im Leben bewältigen können, wenn wir eine klare Zukunftsorientierung durch Ziele und Werte im Leben haben. Diese Ziele und Werte sind dann unsere „strahlende Sterne am Horizont“!

Sich eigene Lebensziele oder Werte bewusst zu machen und sie bewusst auszuwählen, ist – zugegebenermaßen – keine einfache Aufgabe. Mit den Lebensphasen wechseln oft auch die Werte, die für uns persönlich von Bedeutung sind. Dennoch gibt es Ziele und Werte, die wir unabhängig von der Lebenssituation als erstrebenswert betrachten.

Und genau diese sind entscheidend für den Resilienz-Schutzfaktor „Reaching-Out“. Vielleicht ist es für Sie ein Wert, ein liebenswerter/ hilfsbereiter Mensch zu sein? Oder „Retter/in in Not“ zu sein? Vielleicht wollen Sie ein „Familienmensch“ sein? Oder die Eigenschaften „Verlässlichkeit“ oder „Kreativität“ sind für Sie von großer Bedeutung? Sehen Sie sich als „Richtungsgebende/-r“, „Haltgebende/-r“, der/die „Faire“, oder der/die „Umweltschützer/in“?

Stehen für Sie „Gesundheit“ und „Fitness“ oben an? Sehen Sie sich als Mensch, der Abenteuer sucht, andere mitnimmt und daran teilhaben lässt, um auch andere, überraschende Aspekte ins Leben zu bringen? Oder, oder, oder… So oder anders zu sein oder zu werden, ist auch ein Ziel, das Ihnen am Horizont leuchten kann und Ihnen helfen wird, auf Ihrem Weg zu bleiben. So werden Ihnen in vielen anderen stürmischen Zeiten Ihre Sterne den Weg zeigen.

Um sich eigene Ziele bzw. Werte im Leben bewusst zu werden, kann ein „Meine Werte im Leben“ Test Hilfe leisten. Nehmen Sie sich am Anfang des Jahres ein wenig Zeit, um in Ruhe nachzudenken, vielleicht den Test nutzen, um Ihre Lebenssterne auszuwählen.

Lucius Annaeus Seneca sagte einmal:

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“

Legen Sie Ihre „Häfen“ fest und finden Sie ihre Lebenssterne.

So stärken Sie Ihre Resilienz durch den Schutzfaktor „Reaching-Out“. Sie werden stets „einen klaren Horizont“ haben. Das hilft, um Stürme durchzustehen. Und Ihr „weites Herz“ schlägt ruhiger, wenn Sie sicher Ihren Hafen erreichen.

Das wünsche ich Ihnen von Herzen

Bleiben Sie stets zuversichtlich, neugierig – und bleiben Sie gesund.

Ludwika

Weihnachten Voller Hoffnung Und Zuversicht

Weihnachten Voller Hoffnung Und Zuversicht 847 565 concepttomorrow

Das Jahr 2020 wird uns nachhaltig in Erinnerung bleiben. Ein Jahr, geprägt von vielen starken Emotionen: etwa Angst, Depressionen oder Frust. Vielleicht sogar Ärger oder Wut – bis hin zu Hoffnung und Zuversicht. Gerade diese beiden: Hoffnung & Zuversicht sind starke Schutzfaktoren unserer psychischen Widerstandsfähigkeit, unserer Resilienz.

Und daher wünsche ich Ihnen genau das: Hoffnung auf die bessere Zukunft und Zuversicht, dass diese bald kommt.

Zu guter Letzt, schenke ich Ihnen für die Adventszeit und Weihnachten, die für viele von uns anders als sonst dieses Jahr verlaufen werden ein Gedicht.

Ich hoffe, dass es Ihnen gefallen wird. Und vielleicht wird es Ihnen auch helfen, diese „andere“ Advents- & Weihnachtszeit anders als sonst zu genießen.
In diesem Sinne freue ich mich auf weitere spannende Begegnungen & Zusammenarbeit mit Ihnen.

Bleiben Sie zuversichtlich und voller Hoffnung – und vor Allem: Bleiben Sie gesund!

Ludwika Fichte

Was wirklich Weihnacht ist

Was Weihnacht ist, haben wir fast vergessen.
Weihnacht ist mehr als ein festliches Essen.
Weihnacht ist mehr als lärmen und kaufen,
durch neonbeleuchtete Straßen laufen.

Weihnacht ist: Frieden, vergessene Stille,
ein zum Guten sich öffnender Wille.
Ist Atemholen im Alltagshasten,
in dunklen Tagen ein kurzes Rasten.

Weihnacht ist: mit dem Herzen denken.
Und alte Lieder beim Kerzenschein
– so sollte Weihnachten sein.

Verfasser unbekannt

Ein kleiner Schritt für die Menschheit – aber ein großer Schritt für Dich

Ein kleiner Schritt für die Menschheit – aber ein großer Schritt für Dich 1600 1200 concepttomorrow

Ein kleiner Schritt für die Menschheit – aber ein großer Schritt für Dich

Als ich im Sommerurlaub mit meiner Familie das wunderschöne Berchtesgadener Land erkundet habe, sind wir natürlich in den Bergen wandern gewesen.

Das Wandern selbst scheint grundsätzlich keine schwierige körperliche Aktivität zu sein. Ein bisschen wandern, was kann da schon dabei sein (dachte ich). Und das stimmt, wenn die Wanderwege leicht bis mittelschwierig sind. Es gab dort, wo wir waren, viele leichte und mittelschwierige Wanderwege, und sogar ich konnte die Berge mit Bravour (wenn auch mit manchmal kürzerem Atem) erklimmen.

Erst als wir uns auf den zweitgrößten Berg Deutschlands gewagt haben, auf den Watzmann, habe ich meine Meinung zum Thema Wandern ein klein wenig differenziert. Mir war schon klar, dass es schwierige Routen in den Bergen gibt, die gar nicht so leicht sind. Daher haben wir uns für den leichtesten Wanderweg auf den Watzmann entschieden. Und dennoch war dieser vermeintlich „leichte“ Wanderweg bis zum Watzmannhaus doch sehr schwierig. Die Leichtigkeit bestand darin, dass der Weg recht breit und der Boden hart und eben war (keine großen Steine, keine übermäßig steilen Stellen oder hohe Stufen). Dennoch: Der Weg war alles andere als leicht. In engen Kurven schlängelte er sich nach oben, gerade Passagen gab es nicht. Immer nur hoch, hoch, hoch. Als wir nach drei langen Wanderstunden endlich am Watzmannhaus ankamen, war ich verschwitzt und kaputt. Als wir uns hingesetzt hatten, mein Atem sich beruhigt hatte und ich ins Tal schaute, da fühlte ich mich richtig gut. „Ich habe es geschafft“ – dachte ich und lächelte. Es war ein großartiges Gefühl. Auch wenn ich wusste, dass der Berg nicht besonders hoch war, und dass viele Menschen es schaffen (auch viele, die älter als ich sind, was ich unterwegs immer wieder gesehen habe). Diese Tatsachen haben nichts an meinem Gefühl verändert. Ich fühlte mich großartig, ich war glücklich und stolz auf meine eigene Leistung.

Die sogenannte „Selbstwirksamkeit“, also das Vertrauen in die eigene Kraft, wird genau in solchen Momenten und vor allem durch solche Gedanken und Gefühle entwickelt und gestärkt.  „Selbstwirksamkeit“ ist einer von sieben Schutzfaktoren der menschlichen Resilienz, d.h. der psychischen Widerstandskraft. Selbstwirksamkeit – der Glaube an die Fähigkeit, Dinge aus eigener Kraft erfolgreich zu Ende zu bringen – unterstützt uns, auch schwierige Situationen zu meistern. Die Selbstwirksamkeit hilft uns weiterzumachen, auch in vermeintlich aussichtslosen Situationen (beispielsweise Arbeitsplatzverlust, schwere Krankheit, drohende Insolvenz). Dieser Schutzfaktor ist enorm wichtig und dennoch nicht bei jedem von uns stark ausgeprägt. Dafür mag es viele Gründe geben, aber viel wichtiger ist für uns, dass wir daran arbeiten können, um eigene Selbstwirksamkeit zu stärken und auszubauen.

In Workshops zum Thema „Resilienz – innere Stärke stärken und ausbauen“ bitten wir die Teilnehmer einem Sitznachbarn zu erzählen, auf welchen eigenen Leistungen sie besonders stolz sind.  Oft herrscht dann Stille im Raum.  Bei Nachfrage sagen viele Teilnehmer, dass sie nicht wissen, was sie sagen sollen, weil sie keine Leistung im Leben erbracht haben, auf die sie besonders stolz sind. Alle Leistungen waren aus ihrer Sicht „normal“.

Auf Nachfrage „Wie definieren Sie, normal’? heißt es oft, dass sie im Vergleich zu den anderen Menschen nichts Besonderes vollbracht haben.

Wahrscheinlich ist das mit ein Grund, weswegen bei vielen Menschen die „Selbstwirksamkeit“ wenig ausgeprägt ist. Wir vergleichen unsere eigenen Leistungen mit den Leistungen anderer. Wenn wir das im Leben permanent tun, haben wir höchst wahrscheinlich kaum oder nur wenig Grund zur Freude und keinen Anlass stolz zu sein. Denn es gibt eine Menge Menschen auf diesem Planeten, die Dinge besser als wir machen. Die anderen können schneller entscheiden, lernen, Dinge besser im Gedächtnis behalten, laufen schneller, können besser fremde Sprachen lernen, machen mehr Umsatz, sind beruflich erfolgreicher, haben eine glücklichere Beziehung, besser erzogene Kinder, mehr Geld, schönere Häuser, Autos, mehr Urlaub usw.

Wenn wir unsere Leistung ständig im Vergleich zu anderen Menschen bewerten würden, könnten wir ganz schön frustriert und sogar depressiv werden.

Und genau deshalb sollten wir es anders tun.

Vergleichen Sie eigene Leistungen am besten mit sich selbst. Und seien Sie ruhig stolz, wenn Sie die Dinge (endlich) geschafft haben, trotz vieler Stolpersteine und innerer „Schweinehunde“. Wenn Sie sich beispielsweise vorgenommen haben zwei Mal pro Woche Sport zu treiben, und es nach drei Wochen endlich geschafft haben, dann seien Sie mächtig stolz auf sich selbst. Sie haben schließlich Ihren „inneren Schweinehund“ überwunden (auch wenn er in den nächsten zwei Wochen die Oberhand gewinnt – egal). Und das ist toll!

Sie haben es geschafft zwei Tage ohne Zigarette auszuhalten, einen Tag auf Zucker im Kaffee verzichtet, drei neue Kunden angerufen (trotz innerer Widerstände), den Stapel Papier auf dem Schreibtisch endlich sortiert, heute die Treppe genommen (statt den Aufzug), sich beim aufbrausenden Kind innerlich zusammengerissen haben und ruhig geblieben sind: Seien Sie glücklich und stolz auf sich, auf Ihre eigenen Leistungen, und genießen Sie den Moment. Das kann Ihren Schutzfaktor „Selbstwirksamkeit“ stärken und Ihre Resilienz ausbauen. Und diese wird Sie in belastenden Situationen schützen und Ihnen helfen, trotz Widrigkeiten weiter zu machen.

Und noch ein Tipp: Machen Sie es so, wie in der Geschichte über den Wettlauf zwischen Fröschen und Hasen – die Strecke führte einen steilen Berg hinaus. Viele Zuschauer zweifelten an derart alpinen Fähigkeiten der Frösche. Die Frösche hörten, was man von ihnen hielt. Einer nach dem anderen gab auf dem Weg nach oben auf – bis auf Einen. Er erreichte den Gipfel. Am Ziel wollte ihn ein Reporter fragen, wie er es geschafft habe.  Der Frosch aber konnte kein Interview führen. Er war nämlich taub.

Mir ging es bei Erklimmen vom Watzmann ähnlich: Jemand hatte vorher gesagt, dieser Anstieg sei in meinem Alter wohl kaum zu schaffen – ich hörte einfach nicht auf diese Zweifel.

Also machen Sie wie der Frosch (oder wie ich ): Stellen Sie sich gegenüber den Menschen taub, die Ihre  Leistung anzweifeln. Hören Sie nicht zu, sondern folgen Sie Ihrem Herzen und seien Sie dann glücklich und stolz, wenn Sie „Ihren Watzmann“ erklommen haben. Stärken Sie Ihre Selbstwirksamkeit und klopfen Sie sich ruhig und stolz auf die Schulter.

Das haben Sie sich in vielen Lebenssituationen redlich verdient!

Stärken Sie immer wieder bewusst Ihre Selbstwirksamkeit und dadurch Ihre Resilienz, und bleiben Sie stets neugierig.

Ludwika

Residenz zur Corona-Zeit

Corona-Krise und was der Baron Münchhausen im Sumpf nicht wusste …

Corona-Krise und was der Baron Münchhausen im Sumpf nicht wusste … 2508 1672 concepttomorrow

Corona-Krise und was der Baron Münchhausen im Sumpf nicht wusste …

Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen lebte im 18. Jahrhundert. Es war die Zeit ohne Fernseher, Internet, Social Media, Facebook & Co. Viele Junge Leute können sich heutzutage so eine Welt vermutlich gar nicht vorstellen oder diese als „lebenswert“ erachten, denn sie mag aus heutiger Perspektive langweilig erscheinen. Keine Instagram Stories, keine Filme, keine Unterhaltung durch YouTube & Co. Was haben damals die Menschen überhaupt gemacht, um Spaß zu haben? Wir wissen, dass sich die Menschen als Unterhaltung u.a.  viele Geschichten erzählt haben. Baron Münchhausen ist eben durch seine Erzählungen berühmt geworden. Ich habe schon als Kind manche von seinen unglaublichen Geschichten gelesen und auch Kinderfilme gesehen. Manche waren sehr unterhaltsam, andere weniger. Aber eine Geschichte hat mich immer wieder zum Staunen gebracht. Und zwar die, in der Baron Münchhausen sich selbst aus der Patsche geholfen hat. Das ist die Geschichte in der Münchhausen sich samt Pferd am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht. Erstaunlich. „Selbst war der Mann“ könnten wir heute sagen. Als kleines Kind habe ich tatsächlich einmal es versucht, mich aus dem Wasser an eigenen Haaren zu ziehen und bin, wie Sie sich denken können, kläglich gescheitert.

Dennoch: Die Geschichte ist mir stets präsent geblieben. Als ich Psychologie studierte, habe ich mich u.a. mit dem Thema Resilienz auseinandergesetzt. Und dabei wurde mir etwas bewusst, was der Baron Münchhausen nicht ahnte und dennoch praktiziert hat.

Baron Münchhausen hat in seinen Erzählungen, die viele Menschen als Lügengeschichten bezeichnet haben, sehr lebhaft gezeigt, wie er auf seinen eigenen starken Resilienz-Schutzfaktor zurückgegriffen hat (vielleicht nicht nur in seinen Geschichten): nämlich auf den sog. Faktor „Eigenverantwortung“.

  • Es ist die Fähigkeit, sich selbst nicht als Opfer der gegebenen Umstände zu betrachten, sondern als „Täter“, der tatkräftig, handlungsfähig und mündig ist, sein eigenes Leben in den Griff zu bekommen und Verantwortung dafür zu übernehmen.

    Sich selbst samt Pferd am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, kann symbolisch betrachtet werden und als gutes Beispiel für den Schutzfaktor Eigenverantwortung dienen. Wenn wir beispielsweise krank sind, unterstützen uns die Ärzte gesund zu werden, aber der Genesungsprozess findet in uns selbst statt. Wir ziehen uns somit jedes Mal buchstäblich selbst aus dem Sumpf, auch wenn uns das selten bewusst wird. Dennoch tun wir es jedes Mal sehr erfolgreich und zwar durch die Genesung. Auch wenn Sie jemanden bspw. beraten oder eine Idee geben, ist der Gegenüber selbst für die Entscheidung verantwortlich, ob er die Idee bzw. Ihre Beratung annimmt. Sie bauen mit Ihrer Beratung oder Ideen, symbolisch betrachtet, Brücken für den Anderen. „Gehen“, also sich entscheiden, wird jeder Mensch selbst in Eigenverantwortung.

    In der heutigen Corona-Krise haben wir folgende Situation: Viele Menschen haben bereits jetzt weniger Einnahmen oder erwarten einen Rückgang, viele wurden im Job ausgebremst und konnten in den letzten Wochen – und eventuell auch in der nächsten Zeit – keine Geschäfte abschließen, andere hadern immer noch mit der aktuellen Situation und akzeptieren die angeordneten Einschränkungen – von der Maskenpflicht bis hin zu Reiserestriktionen ­–nicht. Jeder von uns hat eine eigene Geschichte zu erzählen. Genauso wie Baron Münchhausen. Und genau wie Baron Münchhausen kann jeder von uns den eigenen Schutzfaktor „Eigenverantwortung“ bewusst stärken und sogar ausbauen.

  • Vor der Corona-Krise habe ich als Trainerin und Coach häufig über Strategien berichtet, die den Schutzfaktor „Eigenverantwortung“ stärken:neben positiven Vorhaben für den kommenden Tag  beispielsweise regelmäßig Wasser zu trinken, kleine Bewegungsübungen tagsüber am Arbeitsplatz durchführen, mehrmals  tagsüber kurz das Büro verlassen, mehr Obst und  Gemüse essen, Minipausen an der frischen Luft einplanen, die Treppe statt den Lift benutzen, aktiv ein Gespräch mit einer netten Person führen, generell drei Mal täglich etwas Gutes für sich selbst tun.

    Diese Beispiele zeigen, wie wir unsere Eigenverantwortung täglich stärken und ausbauen können. Die Liste kann lang werden, jeder hat seine individuellen Schwerpunkte. Und das ist normal und gut so.

  • In der gegenwärtigen Ausnahmesituation ist es umso wichtiger, diesen Schutzfaktor noch mehr zu stärken, denn nur wir selbst können uns am eigenen Schopf aus dem „Sumpf“ von Frust und Ärger ziehen.

    Einige Coaching Fragen können Ihnen dabei helfen:

    Überlegen Sie sich doch einfach mal:

    • Was können Sie selbst tun, um sich von eigenen negativen Gedanken, Einstellungen oder Glaubenssätzen zu befreien?
    • Wie können Sie ihre persönliche Situation oder sich abzeichnende Entwicklung – beispielweise durch drohende Rezession – akzeptieren, um Ihre Kräfte zu mobilisieren und Handlungen anzupassen.
    • Was kann Ihnen jeden Tag helfen, damit Sie gesund, zuversichtlich und handlungsfähig bleiben?
    • Was ist generell das Gute an der schlechten Situation, die durch Corona-Krise entstanden ist?

Diese Fragen dürfen Sie für sich selbst beantworten und Ihre Lösungen auch selbst umsetzen. Ganz im Sinne des Schutzfaktors, von dem Baron Münchhausen damals noch nichts wusste: eben im Sinne der Eigenverantwortung.

Und bleiben Sie auf Ihrem Weg der persönlichen Entwicklung stets neugierig und gesund.

Das wünsche ich Ihnen vom ganzen Herzen

Ludwika

Greifen Sie nach den Sternen – mit dem Schutzfaktor „Reaching-Out“ gesund und zuversichtlich durch die Corona- Zeit.

Greifen Sie nach den Sternen – mit dem Schutzfaktor „Reaching-Out“ gesund und zuversichtlich durch die Corona- Zeit. 1200 697 concepttomorrow

Greifen Sie nach den Sternen – mit dem Resilienz Schutzfaktor „Reaching-Out“ gesund und zuversichtlich durch die Corona- Zeit.

Die Zeiten sind alles andere als gewöhnlich. Vielleicht erleben auch Sie Phasen, in denen Frustration und Sorge die Oberhand gewinnen, und Sie sich fragen, wie Sie der gegenwärtigen Situation am besten begegnen könnten?

Eine kurze Geschichte aus der historischen Seefahrt kann hierbei vielleicht helfen.

„Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind der günstige“.

Dieser Ausspruch wird dem römischen Philosophen Seneca nachgesagt. Er lebte in den ersten Jahren nach Christus. Es war das Zeitalter der mutigen Seefahrer. Derer, die ohne genaue Kenntnis von Wasserwegen, Wettervorhersagen und Küstenbeschaffenheit in die Ferne gesegelt sind. Niemand wusste genau, wie und wo der nächste Hafen erreicht werden würde. Das klare Ziel vor den Augen eines jeden Seemannes war jedoch eins: Ein neues und bislang unbekanntes Stück Land zu entdecken, gesund zu bleiben und darüber hinaus (am besten reich) nach Hause zurückzukommen, um von den Erlebnissen zu berichten.

Damals wie heute gab es aber auch viele Geschichten über missglückte Fernreisen. Und mindestens genauso viele Gründe dafür. Etwa fehlerhaftes Kartenmaterial, widrige Bedingungen (Stürme, Felsen, Eisberge), mangelhaft erbaute Boote oder Ressourcenengpässe (Wasser, Nahrung). All das hat immer wieder zu lebensbedrohlichen und zermarternden Situationen geführt.

Um zu überleben, hat vielen Seefahrern das geholfen, was in der Psychologie heute als Resilienz Schutzfaktor „Reaching-out“ bezeichnet wird. Eine Begrifflichkeit, die sich mit „Ziel- oder Zukunftsorientierung“ ins Deutsche übersetzen lässt. Es geht dabei darum, den Fokus auf ein Ziel vor den Augen zu behalten. Beispielsweise die eigene Familie wiederzusehen, oder in der Heimat von der Reise berichten zu können, um Ruhm und Anerkennung zu erlangen. Je stärker das innere Ziel war, desto größer die Chance zu überleben.

Was zu Zeiten der Seefahrer galt, gilt auch heute. Ein Ziel zu haben, und den festen Willen, es erreichen zu wollen, hilft als Resilienz-Schutzfaktor schwierige und belastende Zeiten durchzustehen.

Aber welche Ziele können es sein? Welche können uns in der aktuellen Situation am besten dabei unterstützen, positiv, zuversichtlich und stark zu bleiben?

Starker Fokus auf kurz- & mittelfristige Ziele – Wenn nicht jetzt, wann dann?

Wir wissen alle nicht, wann sich die aktuelle Situation ändern wird. Wann ist sie überstanden? Wann können wir endlich unsere Freunde wieder treffen, ins Restaurant gehen, in den Urlaub fahren, die Dinge unternehmen nach denen wir uns sehnen und das Leben einfach wieder unbeschwert genießen? Wann können wir unsere Geschäfte wieder normal führen? Fragen, auf die aktuell Niemand die Antwort kennt. Wir leben – ähnlich wie die Seefahrer – in einem Umfeld der Unsicherheit. Was uns helfen kann, ist der innere Blick in die Zukunft und auf die eigenen kurz- & mittelfristigen Ziele. Hier gilt es, sich selbst zu hinterfragen. Was möchte ich im kommenden Jahr beruflich oder privat erreichen? Welche Fähigkeiten möchte ich entwickeln? Was sind die Dinge, die Sie unzufrieden machen und um die Sie sich aufgrund der Belastungen im normalen Alltag nie richtig gekümmert haben? Was möchten Sie kurz oder mittelfristig in Ihrem Leben verändern? Vielleicht möchten Sie nun endlich eine neue Sprache/ Instrument lernen? Im Garten oder zu Hause richtig aufräumen? Ihr neues Hobby beginnen? Mit dem Sport anfangen? Sich weiterbilden, um im Beruf weiterzukommen?

Tipp 1
Nehmen Sie sich die Zeit, sich mit diesen wichtigen, aber nicht dringenden Fragen zu befassen. Schirmen Sie sich ab von Telefonaten, E-Mails und Push-Nachrichten auf dem Smartphone. Setzen Sie sich bequem hin und schreiben alle Ideen auf, die Sie schon lange im Kopf haben. Seien Sie ehrlich zu sich. Legen Sie den Zettel ruhig auch nochmal zur Seite und schlafen eine Nacht darüber. Mit etwas Abstand können Sie am nächsten Tag neu sortieren, ergänzen und am Ende einen Plan für die drei wichtigsten kurz- & mittelfristigen Ziele entwerfen. Vergessen Sie nicht, sich sogenannte „Meilensteine“ aufzuschreiben. Also die Zeitpunkte, zu denen Sie einzelne Schritte erreichen möchten. Bleiben Sie dabei realistisch. Das Aufschreiben hilft, um das Vorhaben ernst zu nehmen und umzusetzen. Sie können sich auch Belohnungen nach jedem erreichten Schritt dazuschreiben. Das ist eine schöne zusätzliche Motivation um durchzuhalten und die Ziele zu erreichen.

Strategische Ziele & Träume: Greifen Sie nach den Sternen

Menschen, mit einer sehr ausgeprägten und besonders starken inneren Widerstandskraft, ist es oft gemein, dass sie sehr klare langfristige Pläne und Visionen für sich definiert haben, und ihren Alltag immer wieder daran ausrichten. Was ist Ihr Fernziel? Wohin soll Ihre Reise gehen? Schaffen Sie sich innere Bilder von den Situationen, die irgendwann eintreten werden. Das gilt für berufliche Visionen genauso wie für die kleinen Freuden des Lebens. Mit welchen Menschen möchten Sie in Zukunft mehr Zeit verbringen? Welche Themen sollen im Zentrum Ihres Lebens stehen? Vielleicht möchten Sie einen neuen Beruf ergreifen oder im eigenen Beruf die nächste Karrierestufe erklimmen? Vielleicht möchten Sie endlich Ihre Traumreise planen und in die Tat umsetzen? Was immer Sie sich visualisieren – die Aussicht darauf wird ihnen helfen, unsichere und kritische Zeiten zu überstehen.

Tipp 2
Nehmen Sie sich auch für die langfristigen Ziele ein paar Momente Zeit. Vielleicht bei einem guten Glas Wein? Überlegen Sie in Ruhe, wo Sie in den nächsten 5-10 Jahren stehen möchten. Definieren Sie auch hier konkrete Ziele, Zwischenschritte und konkrete Maßnahmen, um die Visionen zu realisieren. Wenn Ihre Vision eine besondere Investition

erfordert (zum Beispiel eine besondere Reise), könnte eine Maßnahme sein, ab sofort monatlich eine feste Summe an Geld zu sparen. Bei beruflichen Vorhaben fällt die Definition einer Vision mitunter schwerer, da sie oft komplexer und von mehreren – untereinander verwobenen – Faktoren, abhängig erscheint. Hier kann ein professionelles Coaching eine sehr gute Investition sein. Einfach um die Dinge anschließend klarer zu sehen. Die Erarbeitung konkreter Lösungen gelingt dann häufig effektiver.

So oder so. Richten Sie Ihre Gedanken in die Zukunft! Träumen Sie ein bisschen! Denken Sie dabei an die mutigen Seefahrer und definieren Sie Ihren Zielhafen, in dem Sie ein Bild von der Zukunft entwerfen, wie es für Sie schön und erstrebenswert ist. Greifen Sie nach den Sternen – gerade in diesen unsicheren Zeiten. Das wird Ihnen helfen, Ihre Zuversicht zu bewahren und innerlich gestärkt daraus hervorzugehen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei und bleiben Sie – heute noch mehr als sonst – gesund und neugierig.

Ludwika